Associated British Foods (ABF) hat im dritten Quartal 2026 eine insgesamt stabile Geschäftsentwicklung gezeigt. Während insbesondere das Retail-Geschäft rund um Primark moderat wächst, belasten externe Faktoren die Zucker-Sparte und trüben den Gesamtausblick leicht ein.
Umsatzwachstum trotz herausfordernder Rahmenbedingungen
Der Konzern erzielte im dritten Quartal einen Umsatz von 5,3 Milliarden Pfund, was einem Anstieg von drei Prozent entspricht. Auf Jahressicht liegt der Umsatz bei 14,8 Milliarden Pfund und damit leicht über dem Vorjahr. Wachstumstreiber waren vor allem die Segmente Retail, Grocery und Ingredients, während Agriculture deutliche Rückgänge verzeichnete. Insgesamt zeigt sich ABF damit robust gegenüber einem weiterhin schwierigen Konsumumfeld.
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Primark wächst durch Expansion, schwächelt jedoch auf vergleichbarer Fläche
Die Einzelhandelssparte Primark steigerte ihren Umsatz im dritten Quartal um drei Prozent auf 2,9 Milliarden Pfund. Wachstum kam vor allem durch neue Filialen, die rund fünf Prozent zum Umsatz beitrugen. Auf vergleichbarer Fläche gingen die Umsätze jedoch um 2,2 Prozent zurück. Besonders in Europa blieb die Nachfrage schwach, während sich der US-Markt mit einem Wachstum von 16 Prozent deutlich dynamischer entwickelte. In Großbritannien blieb das Geschäft stabil und konnte Marktanteile gewinnen.
Food-Segmente zeigen solide Entwicklung
Die Lebensmittelbereiche entwickelten sich insgesamt stabil. Grocery legte im Quartal um ein Prozent zu und profitierte von einer soliden Nachfrage nach Markenprodukten, während Ingredients mit einem Wachstum von drei Prozent überzeugte. Beide Segmente bestätigen damit ihre Rolle als stabile Ertragsbasis innerhalb des Konzerns. Dagegen musste Agriculture einen Umsatzrückgang von 14 Prozent hinnehmen, vor allem aufgrund schwächerer Nachfrage nach Futtermitteln.
Zucker-Sparte belastet Ergebnis und Ausblick
Die größte Herausforderung bleibt das Zucker-Geschäft. Die Umsätze gingen im dritten Quartal um vier Prozent zurück, während steigende Energiekosten und geopolitische Einflüsse den Ausblick deutlich verschlechtern. Für das Gesamtjahr erwartet ABF nun einen operativen Verlust zwischen 25 und 60 Millionen Pfund in diesem Segment. Insbesondere hohe Gaspreise und Unsicherheiten in Afrika wirken sich negativ aus. Auch für 2027 wird derzeit eine weitere Verschlechterung erwartet.





