Accenture will seine Kompetenzen in den Bereichen generative KI und Salesforce weiter ausbauen und übernimmt dazu das US-Unternehmen NeuraFlash. Wie das Unternehmen mitteilt, soll die auf Salesforce und Agentic-Lösungen spezialisierte Beratungsgesellschaft Accentures Angebot im Bereich Salesforce Managed Services und KI-Lösungen gezielt erweitern – insbesondere für Kunden im Mittelstandssegment.
Fokus auf Agentic-Lösungen und Mittelstand
NeuraFlash hat sich seit seiner Gründung 2016 als Spezialist für agentische Salesforce-Anwendungen etabliert, insbesondere in den Bereichen Sales, Service und Field Service. Mit mehr als 1.000 erfolgreich umgesetzten Projekten für über 400 Kunden weltweit bringt das Unternehmen umfassende Implementierungserfahrung in die Accenture-Organisation ein.
Rund 510 Fachkräfte, vorwiegend aus Nordamerika, Kolumbien und Indien, wechseln im Zuge der Übernahme zu Accenture. Sie verfügen zusammen über mehr als 2.000 Salesforce-Zertifizierungen. Die Integration des Teams in die Salesforce Business Group von Accenture soll dazu beitragen, KI-gestützte Lösungen für Unternehmen weltweit schneller und effizienter einzuführen.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
AWS-Kompetenz trifft auf KI-getriebenen Kundenservice
Neben dem Know-how bei Salesforce-Agentforce bringt NeuraFlash auch Erfahrung mit Amazon Web Services (AWS) ein – insbesondere im Aufbau personalisierter Kundeninteraktionen mittels Machine Learning und generativer KI. Diese Kombination soll Unternehmen helfen, komplexe Prozesse zu automatisieren, Analysen zu verbessern und neue Services agil bereitzustellen.
Die strategische Stärkung der Agentic-AI-Fähigkeiten sei laut Stephanie Sadowski, Global Lead der Salesforce Business Group bei Accenture, ein wichtiger Schritt, um die Ausrichtung von Salesforce aktiv mitzugestalten und die Verbreitung generativer KI in Unternehmen voranzutreiben.
Auch NeuraFlash-CEO und Mitgründer T. Brett Chisholm sieht in der Übernahme eine Chance zur Skalierung: Die Verbindung mit Accenture eröffne neue Möglichkeiten, das eigene Innovationspotenzial zu vergrößern und die Wirkung auf globaler Ebene zu steigern.
Der Kauf steht noch unter dem Vorbehalt regulatorischer Prüfungen, insbesondere im Bereich des Wettbewerbsrechts. Über den Kaufpreis haben beide Unternehmen keine Angaben gemacht.


