ANZEIGE

ANZEIGE

McKinsey-Umfrage zu AI-Strategien: Zwischen Experiment und Skalierung

AI auf einem Computerchip
Foto: T Hansen / Pixabay

Key takeaways

McKinsey befragt Unternehmen zur Nutzung von Künstlicher Intelligenz: 88 Prozent setzen KI ein, doch nur wenige skalieren sie unternehmensweit. KI-Agenten werden verstärkt getestet. Besonders erfolgreich sind Unternehmen mit klarer Strategie, redesignter Prozesslandschaft und starker Führungsunterstützung. EBIT-Effekte sind bislang selten – Innovationsgewinne jedoch häufig.

Lesezeit ca. 3 Minuten

Fast neun von zehn Unternehmen nutzen laut einer aktuellen McKinsey-Umfrage mittlerweile regelmäßig Künstliche Intelligenz – doch nur wenige schöpfen das Potenzial auf Unternehmensebene voll aus. Zwar kommen KI-Tools zunehmend zum Einsatz, aber meist noch im Rahmen von Tests und Pilotprogrammen. Zwei Drittel der Befragten geben an, dass ihr Unternehmen die Technologien noch nicht skaliert hat.

Agenten im Aufwind – aber selten skaliert

Immer mehr Unternehmen testen auch sogenannte KI-Agenten, also Systeme, die auf Basis großer Sprachmodelle eigenständig Aufgaben planen und ausführen können. 62 Prozent der Unternehmen experimentieren laut Studie mit solchen Agenten, 23 Prozent haben erste skalierende Einsätze in einzelnen Bereichen begonnen. In der Breite sind KI-Agenten jedoch noch nicht etabliert – in keiner Funktion berichtet mehr als jedes zehnte Unternehmen von skalierter Nutzung.

Anzeige

Gewinnen in der Plattform-Ökonomie

von Alexander Graf – der Leitfaden für Handelsentscheider
★★★★☆ 4,4 / 5 Sterne
Jetzt bei Amazon entdecken

IT und Forschung sind Vorreiter

Am häufigsten finden sich Einsatzszenarien für KI-Agenten in der IT und im Wissensmanagement – etwa bei automatisierten Helpdesks oder tiefgreifenden Recherchen. Branchen wie Technologie, Medien, Telekommunikation und das Gesundheitswesen gehören zu den Vorreitern beim Agenteneinsatz.

Skalierung gelingt vor allem großen Unternehmen

Während mehr als zwei Drittel der Unternehmen KI in mehreren Bereichen einsetzen, gelingt die unternehmensweite Skalierung vor allem großen Playern. Bei Firmen mit mehr als 5 Milliarden US-Dollar Umsatz berichten fast 50 Prozent von einer Skalierung, bei kleinen Unternehmen unter 100 Millionen Umsatz sind es nur 29 Prozent.

Innovationsschub statt EBIT-Sprung

Zwar berichten viele Unternehmen von Effizienzgewinnen und Kostensenkungen durch einzelne KI-Anwendungen – vor allem in Bereichen wie Softwareentwicklung, IT und Produktion –, aber der Einfluss auf den gesamten operativen Gewinn (EBIT) bleibt begrenzt. Nur 39 Prozent der Befragten geben an, dass KI überhaupt einen EBIT-Beitrag liefert, meist unter fünf Prozent. Größere Effekte zeigen sich in der Innovationsfähigkeit, bei der Kundenzufriedenheit und der Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb.

Was High Performer anders machen

Etwa sechs Prozent der Unternehmen gelten laut McKinsey als KI-„High Performer“. Sie erzielen signifikante EBIT-Effekte mit KI, nutzen sie für Transformation und Innovation und haben gezielt Workflows umgestaltet. Diese Unternehmen verfolgen nicht nur Effizienz-, sondern auch Wachstums- und Innovationsziele, investieren mehr als 20 Prozent ihrer Digitalbudgets in KI und setzen auf klar definierte Prozesse, etwa zur menschlichen Validierung von Modellergebnissen.

Führungsrolle als Erfolgsfaktor

Ein gemeinsames Merkmal der High Performer: Sie verfügen über engagierte Führungskräfte, die KI aktiv vorantreiben und in der Organisation verankern. Darüber hinaus setzen sie bewährte Managementpraktiken aus sechs Dimensionen ein – darunter Strategie, Technologie, Dateninfrastruktur und Change Management –, die sich laut McKinsey als entscheidend für die erfolgreiche Skalierung von KI erwiesen haben.

Personalfragen: Rückbau oder Neueinstellungen?

Die Beschäftigungseffekte der KI sind laut Umfrage uneinheitlich. Während in der Vergangenheit nur rund 17 Prozent der Unternehmen einen Rückgang der Beschäftigtenzahl durch KI verzeichneten, erwarten für das kommende Jahr 30 Prozent einen solchen Effekt. Gleichzeitig haben viele Unternehmen – insbesondere große – im letzten Jahr für KI-bezogene Rollen wie Software- oder Dateningenieure eingestellt.

Wachsende Aufmerksamkeit für Risiken

Parallel zum zunehmenden Einsatz wächst das Bewusstsein für Risiken: 51 Prozent der Unternehmen berichten von negativen KI-Folgen, vor allem durch ungenaue Ergebnisse. Die Zahl der Unternehmen, die aktiv gegen Risiken wie Datenschutzprobleme, mangelnde Erklärbarkeit oder regulatorische Probleme vorgehen, ist deutlich gestiegen. Besonders KI-Vorreiter sehen sich häufiger mit Risiken konfrontiert, agieren aber auch proaktiver in der Risikominimierung.

Ähnliche Artikel

Must-read

ANZEIGE
JANGER E-Commerce
Wer als Shop-Betreiber, E-Commerce Manager oder Gründer einer E-Commerce-Marke erfolgreich werden möchte, muss drei grundsätzliche Faktoren, Verkaufspsychologie, Außendarstellung und Design sowie Nutzererlebnis, verinnerlichen.

Top-News

Sponsored

Sponsored