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Alibaba setzt weiter massiv auf KI-Wachstum – trotz Gewinneinbruch

Logos auf dem Campus der Alibaba Group
Foto: Alibaba Group

Key takeaways

Alibaba steigert Cloud- und KI-Umsätze deutlich, während massive Investitionen in Quick Commerce, Technologie und Nutzererlebnis die Gewinne stark belasten und den Cashflow im Dezemberquartal 2025 erheblich unter Druck setzen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Alibaba hat im Dezemberquartal 2025 seine strategische Neuausrichtung auf Künstliche Intelligenz und Konsum weiter forciert – mit gemischten finanziellen Ergebnissen, wie die heute veröffentlichen Zahlen zeigen. Während das Cloud- und KI-Geschäft stark wächst, belasten hohe Investitionen die Profitabilität deutlich.

KI und Cloud als Wachstumstreiber

Der Konzern verzeichnete im Cloud-Segment ein Umsatzplus von 36 Prozent. Besonders dynamisch entwickelten sich KI-bezogene Produkte mit dreistelligen Wachstumsraten über mehrere Quartale hinweg. Die hauseigene Plattform für Model-as-a-Service etabliert sich zunehmend als zentraler Wachstumsmotor.

Auch die Qwen-App entwickelt sich rasant: Sie überschritt 300 Millionen monatlich aktive Nutzer und ermöglicht inzwischen komplexe, automatisierte Aufgaben – von Shopping bis Reisebuchung. Damit positioniert sich Alibaba frühzeitig im Markt für agentenbasierte KI-Anwendungen.

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Umsatz stabil, Gewinn massiv unter Druck

Der gesamte Konzernumsatz stieg im Quartal nur moderat um 2 Prozent auf rund 284,8 Milliarden RMB (ca. 37 Milliarden Euro). Bereinigt um veräußerte Geschäftsbereiche hätte das Wachstum jedoch 9 Prozent betragen.

Das operative Ergebnis brach im Quartal jedoch deutlich ein: Es sank um 74 Prozent auf 10,6 Milliarden RMB, vor allem infolge eines starken Rückgangs des bereinigten EBITA. Dieses verringerte sich um 57 Prozent, belastet durch hohe Investitionen in Quick Commerce, Technologie und Nutzererlebnis, während das wachsende Cloud-Geschäft teilweise stabilisierend wirkte.

Auch unter dem Strich zeigt sich die Entwicklung klar: Der Nettogewinn fiel um rund zwei Drittel auf 15,6 Milliarden RMB, was vor allem auf das schwächere operative Ergebnis zurückzuführen ist.

Quick Commerce wächst dynamisch

Das Geschäft mit schneller Lieferung legte um 56 Prozent zu und profitiert von einer stärkeren Integration in die Taobao-Plattform. Die Umbenennung von Ele.me in „Taobao Instant Commerce“ sowie die Einbindung in die Qwen-App sollen Reichweite und Nutzung weiter steigern.

Gleichzeitig verbessert sich die Wirtschaftlichkeit des Segments schrittweise durch effizientere Logistik und höhere Warenkörbe.

Internationales Geschäft effizienter

Das internationale Handelsgeschäft konnte seine Verluste deutlich reduzieren. Verbesserte Logistikprozesse und effizientere Investitionen trugen dazu bei. Plattformen wie AliExpress und Lazada profitieren zudem von erweiterten Sortimenten und neuen Markenprogrammen.

Investitionen belasten Cashflow

Der operative Cashflow sank um knapp die Hälfte, der freie Cashflow sogar um 71 Prozent. Auch hier wirken sich die intensiven Investitionen in neue Wachstumsfelder aus. Dennoch verfügt Alibaba weiterhin über hohe liquide Mittel von umgerechnet rund 80 Milliarden US-Dollar.

Strategischer Fokus klar auf Zukunftstechnologien

Alibaba setzt konsequent auf den Ausbau seiner KI-Infrastruktur – von eigenen Chips über Cloud-Systeme bis hin zu großen Sprachmodellen. Die Gruppe wird künftig alle KI-Aktivitäten in einer neuen Business-Unit bündeln, die direkt an CEO Eddie Wu berichtet. Parallel dazu treibt das Unternehmen die Verzahnung seiner Plattformen voran, um neue Anwendungsszenarien zu erschließen.

Kurzfristig gehen diese Investitionen zulasten der Profitabilität. Langfristig sollen sie jedoch die Basis für nachhaltiges Wachstum im globalen Wettbewerb um KI und digitale Ökosysteme bilden.

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