Die Alibaba Group hat die Platzierung einer Wandelanleihe im Umfang von rund 3,2 Milliarden US-Dollar (ca. 3 Milliarden Euro) angekündigt. Die Zero-Coupon-Anleihe mit Laufzeit bis 2032 soll in erster Linie an internationale Investoren außerhalb der USA ausgegeben werden. Mit dem Schritt verfolgt der Konzern das Ziel, seine technologische Infrastruktur zu stärken und das internationale Handelsgeschäft auszubauen.
Fokus auf Cloud-Infrastruktur
Rund 80 Prozent der Nettoerlöse aus der Emission will Alibaba in seine Cloud-Sparte investieren. Geplant ist der Ausbau bestehender Rechenzentren, die technologische Weiterentwicklung der Plattform sowie Serviceverbesserungen, um der steigenden Kundennachfrage gerecht zu werden.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Investitionen ins internationale Geschäft
Die restlichen 20 Prozent der Mittel sind für strategische Maßnahmen im internationalen E-Commerce vorgesehen. Dabei geht es vor allem um operative Investitionen, die die Effizienz und Präsenz in Auslandsmärkten stärken sollen.
Mechanismus zur Verwässerungsvermeidung
Um den potenziell verwässernden Effekt einer Wandlung der Anleihe in Aktien abzufedern, will Alibaba sogenannte „capped call“-Optionen abschließen. Diese Derivatgeschäfte mit Finanzinstituten sollen dazu beitragen, die Wandlungspreise um bis zu 60 Prozent über dem aktuellen Kursniveau abzusichern. Der Wandlungspreis wird auf Basis des Schlusskurses der Alibaba-Aktie an der Börse in Hongkong berechnet und in US-Dollar umgerechnet.
Durch dieses Instrument erhält Alibaba bei einer Wandlung Aktien oder Barausgleich bis zur definierten Obergrenze, was die Ausgabe neuer Aktien verringert und so die Verwässerung für bestehende Aktionäre begrenzen kann. Gleichzeitig wird die Kapitalaufnahme günstiger gestaltet.



