Amazon zählt laut BloombergNEF weiterhin zu den weltweit größten Käufern CO₂-freier Energie. Das Unternehmen baut seine Investitionen in Wind-, Solar- und Speicherprojekte sowie in die nächste Generation der Kernenergie aus und stärkt damit sowohl die Versorgung seiner Rechenzentren als auch die Energieinfrastruktur ganzer Regionen.
Wachsende Energiekapazitäten und zunehmende Bedeutung
Mit eigenen Angaben nach mehr als 700 Projekten in 28 Ländern verfügt Amazon über ein Portfolio von über 40 Gigawatt CO₂-freier Erzeugungskapazität – genug, um rechnerisch mehr als 12,1 Millionen US-Haushalte zu versorgen. Neben über 300 Wind- und Solarparks sowie mehr als 300 Onsite-Anlagen umfasst das Engagement auch vier Kernenergieabkommen und elf Großspeicher. Diese Projekte schaffen Arbeitsplätze, stabilisieren Netze und senken langfristig Energiekosten. Ein Beispiel ist die Zusammenarbeit mit Entergy in Mississippi: 650 Megawatt neue erneuerbare Energie entstehen dort im Zuge von Amazons Rechenzentrumsausbau. Parallel finanziert Entergy mit Beiträgen von Großkunden das 300-Millionen-US-Dollar-Programm „Superpower Mississippi“ – ohne Mehrkosten für private Haushalte.
Amazon unaufhaltsam
Fortschritte bei Kernkraft und Speichertechnologien
Eine zentrale Rolle spielt die Entwicklung kleiner modularer Reaktoren (SMR). Gemeinsam mit Energy Northwest sollen in Washington vier SMR-Anlagen mit zunächst 320 Megawatt entstehen, ausbaubar auf 960 Megawatt. Zudem investiert Amazon 500 Millionen US-Dollar (rund 464 Millionen Euro) in X-Energy, um über fünf Gigawatt neue Kernkraftkapazität bis 2039 zu ermöglichen. Ergänzend treiben Speicherlösungen wie das Projekt Baldy Mesa in Kalifornien die Netzflexibilität voran. Dort analysiert KI-gestützte Software Milliarden Datenpunkte jährlich, um Energie genau dann zu speichern oder abzugeben, wenn das Netz es benötigt.
Effizienz in Rechenzentren und Logistik
Auch im eigenen Betrieb setzt Amazon auf konsequente Ressourceneffizienz. Die globale Water Usage Effectiveness der Rechenzentren lag 2024 bei 0,15 Liter pro Kilowattstunde – 17 % besser als im Vorjahr. Der PUE-Wert von 1,15 unterbietet weiterhin branchenübliche Standards. Parallel wächst die elektrische Lieferflotte, und Fulfillment-Center nutzen Automatisierung und KI, um Energieverluste zu reduzieren.
Mit seinen Investitionen verbindet Amazon unternehmerisches Wachstum mit gesellschaftlichem Nutzen. Die Projekte erweitern die CO₂-freie Stromerzeugung, modernisieren Netze und unterstützen technologische Innovationen. Während das Unternehmen seinem Ziel der Netto-Null-Emissionen bis 2040 näherkommt, zeigt es, dass Versorgungssicherheit und Klimaschutz keine Gegensätze sind, sondern gemeinsame Treiber für eine nachhaltige Energiezukunft.


