Amazon treibt den Aufbau seines Satelliteninternets mit beeindruckendem Tempo voran. Mit dem sechsten erfolgreichen Raketenstart hat das Unternehmen inzwischen 153 Satelliten für das Projekt Kuiper in den Orbit gebracht. Ziel des Projekts ist es, schnelles Internet in entlegene Regionen zu bringen, die bislang nicht zuverlässig versorgt werden können.
Sechste Kuiper-Mission erfolgreich abgeschlossen
Die neueste Mission, KF-03, fand am 13. Oktober 2025 statt und brachte 24 weitere Satelliten ins All. Der Start erfolgte um 21:58 Uhr Ortszeit an Bord einer SpaceX Falcon 9-Rakete vom Space Launch Complex 40 in Cape Canaveral. Nach dem erfolgreichen Aussetzen der Satelliten in 465 Kilometern Höhe übernahm das Kuiper-Team im Missionszentrum in Redmond (Washington) die Kontrolle. Von dort aus wird die Positionierung der Satelliten auf ihre endgültige Umlaufbahn in 630 Kilometern Höhe koordiniert.
Insgesamt sind nun sechs Kuiper-Missionen erfolgreich abgeschlossen. Die ersten drei Missionen wurden mit Raketen von United Launch Alliance (ULA) durchgeführt, jeweils mit 27 Satelliten pro Flug. Parallel dazu setzte Amazon bei den Missionen KF-01 bis KF-03 auf die Dienste von SpaceX, das pro Flug 24 Satelliten transportierte.
Amazon unaufhaltsam
Infrastruktur in Florida unterstützt hohe Startfrequenz
Der erste Start erfolgte Ende April 2025 mit 27 Satelliten an Bord einer Atlas-V-Rakete. Seitdem finden die Starts in immer kürzeren Abständen statt. Das ambitionierte Ziel: eine Konstellation von über 3.200 Satelliten im niedrigen Erdorbit, um ein globales Netz für Satelliteninternet aufzubauen.
Die Satelliten werden vor dem Start am eigens errichteten 140-Millionen-Dollar-Standort am Kennedy Space Center in Florida vorbereitet. Diese Einrichtung ermöglicht es Amazon, bis zu drei Startkampagnen gleichzeitig durchzuführen – ein klares Signal für die Ambitionen des Konzerns im Bereich Raumfahrt und Konnektivität.
Mit dem bisherigen Tempo könnte Amazon sein Ziel, in naher Zukunft eine erste funktionierende Netzabdeckung bereitzustellen, schneller erreichen als viele erwartet hätten.


