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Amazon investiert 12 Milliarden Dollar in neue US-Rechenzentren

Amazon AWS Engineer
Foto: Amazon

Key takeaways

Amazon investiert 12 Milliarden Dollar in neue Rechenzentren in Louisiana. Das Projekt ist Teil der angekündigten Mulit-Milliarden-Investition in den Ausbau der für Amazon wichtige digitalen Infrastruktur in den USA.

Lesezeit ca. 3 Minuten

Amazon kündigt eine der größten Technologieinvestitionen in der Geschichte Louisianas an. Der Konzern plant, 12 Milliarden Dollar (rund 11,1 Milliarden Euro) in den Aufbau mehrerer hochmoderner Rechenzentrums-Campi in den Parishes Caddo und Bossier zu investieren. Die Projekte sollen die regionale Wirtschaft stärken, Infrastruktur ausbauen und den Bedarf an Cloud- und KI-Technologien langfristig absichern.

Das Vorhaben umfasst einen erheblichen Beschäftigungseffekt. Erwartet werden 540 direkte Vollzeitstellen in Amazons Rechenzentren sowie 1.710 weitere vollzeitäquivalente Arbeitsplätze in der Region, darunter Tätigkeiten in Elektrik, Kühltechnik, Engineering, Sicherheit und operativem Management. Amazon betont, dass man Standorte grundsätzlich mit dem Anspruch entwickelt, lokale Gemeinden wirtschaftlich und sozial zu stärken.

Milliardeninvestition stärkt Arbeitsmarkt und Infrastruktur

Die Rechenzentrumsprojekte sollen laut Amazon nicht nur hochwertige Jobs schaffen, sondern auch neue Einnahmen für lokale Verwaltungen generieren. Diese zusätzlichen Steuermittel sollen langfristig in Schulen, Infrastruktur und kommunale Dienstleistungen fließen. Die Investition knüpft an Amazons wachsende Präsenz in Louisiana an: Im Raum Shreveport eröffnete das Unternehmen 2024 ein Robotics-Fulfillment-Center mit über 2.000 Beschäftigten, gefolgt von einer neuen Delivery Station im Jahr 2025.

Insgesamt betreibt Amazon im Bundesstaat vier Fulfillment- und Sortierzentren, sieben Zustellstationen sowie sieben Whole-Foods-Märkte. Zudem hat der Konzern in lokale Solarenergieprojekte investiert, die zusammen bis zu 200 Megawatt (MW) erzeugen – genug, um rund 44.000 Haushalte zu versorgen.

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Amazon finanziert Energie- und Netzinfrastruktur vollständig selbst

Ein zentraler Punkt der neuen Rechenzentren ist Amazons Beteiligung am lokalen Energieökosystem. Gemeinsam mit dem Versorger Southwestern Electric Power Company (SWEPCO) hat Amazon zugesagt, sämtliche Kosten für den Netzanschluss und die erforderlichen Infrastrukturupgrades zu tragen. Dadurch soll verhindert werden, dass lokale Verbraucher über höhere Strompreise belastet werden. Gleichzeitig stärkt der Ausbau die Netzstabilität für sämtliche SWEPCO-Kunden.

Amazon verweist zudem auf seine Position als einer der weltweit größten Abnehmer von CO₂-freier Energie. Global betreibt das Unternehmen inzwischen mehr als 700 Projekte mit einer Kapazität von über 40 Gigawatt, genug, um mehr als 12 Millionen US-Haushalte zu versorgen.

Auch seitens der Politik werden die Projekte begrüßt. Louisianas Gouverneur Jeff Landry spricht von einem „langfristigen Bekenntnis“ Amazons zum Bundesstaat und einem Zeichen für qualifizierte Arbeitskräfte und verlässliche Standortbedingungen. Amazon-Manager David Zapolsky hebt hervor, dass die Investition regionale Chancen schaffe und die technologische Infrastruktur für moderne KI- und Cloud-Anwendungen sichere.

Zusammenarbeit mit STACK und große Effekte für Baubranche

Für die Entwicklung und den Bau der Rechenzentren arbeitet Amazon mit STACK Infrastructure zusammen, dem Eigentümer und Entwickler der Standorte. STACK geht davon aus, dass während der Bauphase bis zu 1.500 Beschäftigte benötigt werden, was erhebliche Impulse für lokale Zulieferer sowie Bau- und Handwerksbetriebe bedeutet. Laut regionalen Wirtschaftsförderern markiere das Projekt einen Wendepunkt für Louisianas Positionierung als Technologie- und Innovationsstandort.

Energieeffiziente Kühlung und Investitionen in Wassersysteme

Amazon betont, dass die Rechenzentren mit einem ressourcenschonenden Kühlkonzept betrieben werden. Nur an heißen Spitzentagen – weniger als 13 Prozent des Jahres – soll Wasser für die Kühlung verwendet werden. In den übrigen Monaten erfolgt die Kühlung durch Außenluft, was den Stromverbrauch während der ohnehin belastungsstarken Sommermonate um 25 bis 35 Prozent reduziert.

Parallel plant Amazon, bis zu 400 Millionen Dollar (rund 370 Millionen Euro) in lokale Wasser- und Abwassersysteme zu investieren. Die Rechenzentren sollen ausschließlich sogenanntes überschüssiges Wasser nutzen, das über den Bedarf der Bevölkerung hinausgeht. Mit den Investitionen soll die Effizienz der Versorgungssysteme verbessert und deren Widerstandsfähigkeit erhöht werden.

Fazit: Ein Projekt mit langfristigen Effekten für Wirtschaft und Infrastruktur

Mit der geplanten Milliardeninvestition in Louisiana setzt Amazon ein deutliches Zeichen für den Ausbau digitaler Infrastruktur in den USA. Die Rechenzentren sollen nicht nur moderne Technologieanwendungen ermöglichen, sondern auch Arbeitsmarkt, Energieversorgung und kommunale Systeme stärken. Für die Region bedeutet dies einen tiefgreifenden Strukturimpuls – und für Amazon einen strategischen Ausbau seiner Cloud- und KI-Kapazitäten.

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