Amer Sports hat das vierte Quartal und das Geschäftsjahr 2025 mit deutlichen Zuwächsen bei Umsatz und Profitabilität abgeschlossen. Der Konzern profitierte insbesondere von der anhaltend hohen Nachfrage nach Premium-Outdoor- und Sportmarken wie Arc’teryx und Salomon. Für 2026 stellt das Unternehmen erneut ein zweistelliges Umsatzwachstum sowie eine weitere Margenverbesserung in Aussicht.
Starkes viertes Quartal über den Erwartungen
Im vierten Quartal 2025 steigerte Amer Sports den Umsatz um 28 Prozent auf 2,101 Milliarden US-Dollar. Währungsbereinigt lag das Plus bei 26 Prozent. Damit übertraf die Gruppe die eigene Prognose bei Umsatz, bereinigter Marge und Ergebnis je Aktie. Alle vier Regionen erzielten zweistellige Wachstumsraten.
Das Segment Technical Apparel wuchs um 34 Prozent auf rund 1,0 Milliarden US-Dollar. Treiber war eine starke Entwicklung über alle Regionen, Produktkategorien und Vertriebskanäle hinweg. Outdoor Performance legte um 29 Prozent auf 764 Millionen US-Dollar zu, getragen vom anhaltenden Momentum im Salomon-Schuhgeschäft sowie einer erfolgreichen Wintersport-Saison. Ball & Racquet Sports erhöhte den Umsatz um 14 Prozent auf 337 Millionen US-Dollar, insbesondere dank Softgoods und Baseball.
Die Bruttomarge verbesserte sich im Quartal um 160 Basispunkte auf 57,7 Prozent. Gleichzeitig investierte das Unternehmen verstärkt in Vertrieb und Verwaltung. Die SG&A-Kosten stiegen um 35 Prozent auf 988 Millionen US-Dollar. Hintergrund sind beschleunigte Investitionen in zentrale Wachstumsfelder, vor allem im Bereich Salomon Softgoods. Die operative Marge lag bei 10,9 Prozent und damit leicht unter dem Vorjahreswert.
Der den Aktionären zurechenbare Nettogewinn stieg deutlich auf 132 Millionen US-Dollar. Bereinigt erreichte das Ergebnis 176 Millionen US-Dollar beziehungsweise 0,31 US-Dollar je Aktie.
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Geschäftsjahr 2025 mit deutlicher Margenexpansion
Auf Gesamtjahressicht erhöhte Amer Sports den Umsatz um 27 Prozent auf 6,566 Milliarden US-Dollar. Währungsbereinigt lag das Wachstum bei 26 Prozent. Alle drei Geschäftssegmente verzeichneten zweistellige Zuwächse.
Technical Apparel wuchs um 30 Prozent auf 2,856 Milliarden US-Dollar. Outdoor Performance steigerte die Erlöse um 31 Prozent auf 2,404 Milliarden US-Dollar. Ball & Racquet Sports legte um 13 Prozent auf 1,307 Milliarden US-Dollar zu.
Die Bruttomarge verbesserte sich im Gesamtjahr um 220 Basispunkte auf 57,6 Prozent. Die bereinigte operative Marge stieg um 170 Basispunkte auf 12,8 Prozent. Das operative Ergebnis erhöhte sich um 49 Prozent auf 702 Millionen US-Dollar, bereinigt um 45 Prozent auf 838 Millionen US-Dollar.
Der Nettogewinn schnellte auf 427 Millionen US-Dollar nach oben. Bereinigt erzielte der Konzern 545 Millionen US-Dollar beziehungsweise 0,97 US-Dollar je Aktie. Die Lagerbestände lagen zum Jahresende bei 1,622 Milliarden US-Dollar und damit 33 Prozent über Vorjahr. Die Nettoverschuldung belief sich auf 291 Millionen US-Dollar, während liquide Mittel in Höhe von 652 Millionen US-Dollar zur Verfügung standen.
Führungswechsel bei Wilson
Im Zuge der positiven Geschäftsentwicklung kündigte Amer Sports zudem einen Wechsel an der Spitze der Marke Wilson an. Carrie Ask übernimmt zum 1. März die Rolle als Brand President und CEO. Sie bringt umfangreiche Erfahrung aus führenden Positionen in der Sport- und Bekleidungsbranche mit.
Ambitionierter Ausblick für 2026
Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet Amer Sports mit einem Umsatzwachstum zwischen 16 und 18 Prozent. Darin ist ein positiver Währungseffekt von rund 200 Basispunkten berücksichtigt. Die Bruttomarge soll bei etwa 59 Prozent liegen, die operative Marge zwischen 13,1 und 13,3 Prozent.
Das Unternehmen erwartet ein verwässertes Ergebnis je Aktie von 1,10 bis 1,15 US-Dollar bei rund 564 Millionen ausstehenden Aktien. Die Investitionen (CapEx) werden mit rund 400 Millionen US-Dollar veranschlagt. Für das Segment Technical Apparel stellt der Konzern ein Umsatzplus von 18 bis 20 Prozent und eine operative Marge von 22 Prozent in Aussicht. Outdoor Performance soll ebenfalls um 18 bis 20 Prozent wachsen und eine Marge von bis zu 14,8 Prozent erzielen. Ball & Racquet Sports wird mit einem Umsatzanstieg zwischen 7 und 9 Prozent und einer Marge von bis zu 5,0 Prozent prognostiziert.
Auch für das erste Quartal 2026 zeigt sich Amer Sports optimistisch. Erwartet wird ein Umsatzwachstum von 22 bis 24 Prozent, unterstützt durch günstige Wechselkurseffekte. Die operative Marge soll zwischen 14,0 und 14,5 Prozent liegen, das verwässerte Ergebnis je Aktie zwischen 0,28 und 0,30 US-Dollar.
Mit starken Kernmarken, einer robusten Bilanz und gezielten Investitionen in margenstarke Wachstumsfelder sieht sich Amer Sports gut positioniert, um die Dynamik im globalen Premium-Sport- und Outdoor-Markt weiter zu nutzen.


