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Apple kritisiert EU: Neue Gesetze gefährden Nutzersicherheit

Apple Office in Cork
Foto: Apple

Key takeaways

Apple kritisiert in einem Brief an die EU-Kommission die neuen europäischen Digitalgesetze scharf. Der Konzern warnt vor erhöhter Betrugsgefahr und einem Kontrollverlust über App-Inhalte. Insbesondere die Vorschriften des Digital Markets Act stünden im Widerspruch zu Apples Sicherheitsstandards. Der Konflikt beeinflusst auch die transatlantische Handelspolitik.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Apple hat scharfe Kritik an der Europäischen Union geübt. In einem Schreiben an die EU-Kommission, das CBS News vorliegt, warnt der Konzern, dass neue europäische Digitalgesetze die Sicherheit seiner Nutzer gefährden. Die Pflicht, alternative App-Stores und Drittanbieter-Zahlungen auf iPhones zuzulassen, öffne laut Apple Tür und Tor für Betrug und Datenschutzprobleme.

Apple warnt vor Kontrollverlust

Laut Apple-Vizepräsident Kyle Andeer führt die Umsetzung des Digital Markets Act (DMA) und des Digital Services Act (DSA) zu einem erhöhten Risiko für Nutzer. In dem Brief an die EU heißt es, dass die Vorschriften Apple zwingen, externe Links in Apps zuzulassen – ohne ausreichende Sicherheitsvorkehrungen. Dadurch entstünden „neue Risiken“, etwa durch betrügerische Websites oder problematische Inhalte auf Drittplattformen.

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EU-Vorgaben treffen auf Widerstand

Apple wirft der EU eine „gefährliche und rücksichtslose“ Durchsetzung des DMA vor. Der Konzern sieht darin den Versuch, die Sicherheitsarchitektur von iOS und iPadOS gezielt zu schwächen. Auch der Schutz von Minderjährigen sei gefährdet, wie aus Apples Antwort auf eine Anfrage der Kommission aus dem Oktober hervorgeht. Darin hatte Brüssel wissen wollen, welche Schutzmaßnahmen Apple unter dem DSA konkret eingeführt hat.

Politische Spannungen rund um Digitalregeln

Die Auseinandersetzung zwischen Apple und der EU ist Teil eines größeren Konflikts zwischen den USA und Europa um die Regulierung großer Tech-Konzerne. So hatte Ex-Präsident Trump im Sommer höhere Zölle auf Länder mit „diskriminierenden“ Tech-Gesetzen angedroht. Bereits im Frühjahr warf dessen Handelsberater Peter Navarro der EU vor, mit juristischen Mitteln gezielt gegen US-Konzerne vorzugehen.

Strafen und Verfahren gegen Apple

Apple war im April wegen Wettbewerbsverstößen mit einer Geldstrafe von 500 Millionen Euro belegt worden. Der Vorwurf: App-Entwicklern sei untersagt worden, auf alternative Bezahlsysteme hinzuweisen. Apple hat gegen die Strafe Einspruch eingelegt, äußert sich seitdem aber zunehmend offensiv zur Regulierungspolitik der EU. In den USA ist Apple ebenfalls mit kartellrechtlichen Klagen konfrontiert, unter anderem wegen der App-Store-Regeln und im Streit mit dem Spieleentwickler Epic Games.

Apple betont Sicherheitsversprechen

Der iPhone-Konzern verweist darauf, dass die geschlossene Struktur seines App-Stores bislang maßgeblich zur Sicherheit der Nutzer beigetragen habe. Die Öffnung des Systems auf Druck der EU gefährde diese Schutzmechanismen. Man könne weder Inhalte noch Funktionen externer Plattformen kontrollieren, warnt Apple. Besonders kritisiert wird, dass die EU in ihrer aktuellen Auslegung der Gesetze nicht ausreichend zwischen Wettbewerbsförderung und Verbraucherschutz abwäge.

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