Wie heute öffentlich bekannt wurde, ist der Mitgründer des britischen Modehändlers Asos, Quentin Griffiths, im Alter von nur 58 Jahren im thailändischen Badeort Pattaya ums Leben gekommen. Nach Angaben der örtlichen Behörden stürzte er am 9. Februar aus einem Wohngebäude und konnte trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen nicht mehr gerettet werden. Die Polizei hat Ermittlungen zu den Umständen des Vorfalls aufgenommen.
Ein Asos-Sprecher sagte gegenüber Sky News: ‚Wir sind traurig über die Nachricht vom Tod von Quentin, einem unserer ursprünglichen Mitgründer. Er spielte in den Anfangstagen von Asos eine wichtige Rolle, und wir sind ihm für seinen Beitrag immer dankbar. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und seinen Freunden.“
Ermittlungen zu Sturzursache laufen
Griffiths hielt sich mit einem Touristenvisum in Thailand auf. Die Polizei bestätigte mehreren Meiden, dass der Unternehmer aus dem 17. Stockwerk eines Hochhauses stürzte. Angaben zu möglichen Zeugen oder zur Spurenlage liegen bislang nicht vor. Auch die britische Botschaft wurde über den Todesfall informiert.
Die Behörden betonten, dass sämtliche Szenarien geprüft würden, um die genaue Ursache zu klären. Wie Sky News berichtet, scheint ein Freumdverschulden allerdings eher unwahrscheinlich.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Pionier des Online-Modehandels
Quentin Griffiths gehörte im Jahr 2000 zu den Gründern von Asos. Die Plattform startete als Nischenangebot, das Mode anbot, die an Outfits aus bekannten Film- und Fernsehproduktionen angelehnt war. Der ursprüngliche Name „As Seen On Screen“ spiegelte dieses Konzept wider. Bereits wenige Jahre nach dem Start entwickelte sich Asos zu einem der wichtigsten E-Commerce-Anbieter Europas. Das Unternehmen setzte früh auf eine internationale Ausrichtung, Eigenmarken und datenbasierte Marketingstrategien, die das schnelle Wachstum begünstigten.
Einfluss und Vermächtnis
Griffiths selbst stieg bereits 2005 aus dem operativen Geschäft von Asos aus und zog 2007 nach Thailand. Über das Privatleben von Quentin Griffiths ist seitdem nur wenig öffentlich bekannt. Branchenbeobachter sehen in ihm jedoch einen Vertreter jener britischen Unternehmergeneration, die früh das Potenzial des Internets erkannte und neue Geschäftsmodelle im Modehandel etablierte. Sein Beitrag zur Verbindung von Technologie, Mode und datengetriebener Kundenansprache gilt als prägend für die Entwicklung des heutigen E-Commerce.


