Mehr als ein Viertel der neuen Auszubildenden in Deutschland verfügte 2025 über eine Hochschul- oder Fachhochschulreife. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag der Anteil bei 26 Prozent. Damit bleibt die duale und berufliche Ausbildung auch für Schulabgänger mit höherem Abschluss ein relevanter Bildungsweg.
Gegenüber 2015 ist der Anteil der Abiturienten unter den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen allerdings leicht zurückgegangen. Vor zehn Jahren hatte er noch 28 Prozent betragen.
Mittlerer Schulabschluss bleibt stärkste Gruppe
Den größten Anteil unter den neuen Auszubildenden stellten 2025 junge Menschen mit Mittlerem Schulabschluss, beispielsweise einem Realschulabschluss. Auf diese Gruppe entfielen 43 Prozent der Neuabschlüsse und damit ein Prozentpunkt mehr als 2015.
Mit einem Ersten Schulabschluss, etwa einem Hauptschulabschluss, starteten 23 Prozent in die Ausbildung. Zehn Jahre zuvor waren es noch 26 Prozent gewesen. Lediglich drei Prozent der neuen Auszubildenden verfügten über keinen Ersten Schulabschluss. Dieser Anteil hat sich gegenüber 2015 nicht verändert.
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Öffentlicher Dienst zieht besonders viele Abiturienten an
Deutliche Unterschiede zeigen sich zwischen den Ausbildungsbereichen. Den höchsten Abiturientenanteil verzeichnete 2025 der öffentliche Dienst. Dort verfügten 48 Prozent der neuen Auszubildenden über die Hochschul- oder Fachhochschulreife.
Auch in Industrie und Handel war der Anteil mit 30 Prozent überdurchschnittlich hoch. Bei den freien Berufen starteten 27 Prozent der neuen Auszubildenden mit Abitur. Damit unterscheidet sich die schulische Vorbildung je nach Ausbildungsbereich erheblich.
Im Handwerk haben 16 Prozent der neuen Azubis Abitur
In der Landwirtschaft verfügten 22 Prozent der neu gestarteten Auszubildenden über eine Hochschul- oder Fachhochschulreife. Im Handwerk waren es mit 16 Prozent deutlich weniger.
Besonders niedrig fällt der Anteil in der Hauswirtschaft aus. Dort hatten lediglich vier Prozent der neuen Auszubildenden zuvor das Abitur erworben. Die Zahlen spiegeln damit auch die unterschiedlichen schulischen Voraussetzungen und Berufsbilder innerhalb der Ausbildungsbereiche wider.
Berufsausbildung bleibt auch mit höherem Abschluss gefragt
Die Daten zeigen, dass sich die berufliche Ausbildung keineswegs auf Schulabgänger mit mittleren oder ersten Abschlüssen beschränkt. Mehr als jeder vierte neue Auszubildende bringt inzwischen eine Hochschulzugangsberechtigung mit.
Gleichzeitig ist der Anteil gegenüber 2015 um zwei Prozentpunkte gesunken. Der Mittlere Schulabschluss bleibt mit 43 Prozent die mit Abstand häufigste schulische Vorbildung bei neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen.





