Wie bereits im August angekündigt, wurde gestern mit Sam Altman, CEO von OpenAI, eine der prägendsten Persönlichkeiten der Gegenwart mit dem Axel Springer Award im Berlinger Verlagshaus ausgezeichnet. Altman stehe laut Axel Springer wie kaum ein anderer für die Verbindung aus technologischem Fortschritt und gesellschaftlicher Verantwortung. Der Preis würdigt seinen Beitrag zur Etablierung von Künstlicher Intelligenz im Alltag – und seine Haltung, dabei nie den Menschen aus dem Blick zu verlieren.
Altman: Technik im Dienst des Menschen
Im Gespräch mit Axel-Springer-CEO Mathias Döpfner betonte Altman, dass Maschinen zwar helfen können, etwa in der Medizin oder Forschung, aber niemals den zentralen Platz in unserem Leben einnehmen werden. „Wir werden froh sein, wenn Maschinen für uns arbeiten, Krankheiten heilen und Wissen schaffen – aber sie werden niemals im Mittelpunkt stehen“, so Altman.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Politik, Wirtschaft und ein Hauch Motorsport
Die Laudatio hielt Karsten Wildberger, Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung. Er hob Altmans Innovationsgeist und Führungsstärke hervor und plädierte für eine aktive Gestaltung der technologischen Zukunft. Passend dazu haben SAP, OpenAI und Microsoft eine neue Initiative für Künstliche Intelligenz in deutschen Behörden verkündet.
Ola Källenius, CEO der Mercedes-Benz Group, lobte in einer Videobotschaft Altmans Weitblick. Eine besondere Überraschung war der Auftritt von Nico Rosberg, Formel-1-Weltmeister 2016, der Altman für dessen Begeisterung für den McLaren F1 würdigte – samt Angebot einer persönlichen Spritztour.
Demokratie und Verantwortung im KI-Zeitalter
Im Mittelpunkt der Diskussion zwischen Döpfner und Altman standen die Herausforderungen moderner Demokratien. Altman äußerte sich besorgt über den Zustand freiheitlicher Gesellschaften und stellte klar: Meinungsfreiheit und demokratische Werte müssten aktiv verteidigt werden. Der britische Physiker und Philosoph David Deutsch, zugeschaltet per Live-Video, ergänzte die Debatte mit langfristigen Perspektiven auf die Rolle der KI – ein Thema, das auch in seinem Buch „Der Anfang der Unendlichkeit“, Altmans erklärtem Lieblingswerk, zentral ist.
Ein Award für mutiges Unternehmertum
Der Axel Springer Award ist ein ideeller Preis ohne Preisgeld und wurde 2025 zum zehnten Mal verliehen. Zu den früheren Preisträgern gehören unter anderem Mark Zuckerberg, Elon Musk, Jeff Bezos, Shoshana Zuboff, Satya Nadella und die BioNTech-Gründer Özlem Türeci und Uğur Şahin. Mit Sam Altman reiht sich ein Vordenker in diese Liste ein, der wie kaum ein anderer für eine zukunftsgewandte und verantwortungsvolle Technologieentwicklung steht.


