ANZEIGE

ANZEIGE

Berlusconi-Holding MFE startet Übernahmeangebot für ProSiebenSat.1

Headquarter der ProSiebenSat.1 Media SE
Foto: ProSiebenSat.1 Media SE

Key takeaways

Der italienische Medienkonzern MediaForEurope (MFE) will mit einem offiziellen Übernahmeangebot seine Beteiligung an ProSiebenSat.1 ausbauen. Die Offerte erfolgt zum gesetzlichen Mindestpreis, größtenteils in bar. Eine Vereinbarung mit einem bestehenden Aktionär soll sicherstellen, dass MFE künftig über 30 Prozent des Grundkapitals hält und so weitreichenden Einfluss gewinnt.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Der italienische Medienkonzern MediaForEurope (MFE) startet offiziell ein Übernahmeangebot für den deutschen TV-Konzern ProSiebenSat.1. Damit will der zum Berlusconi-Imperium zählende Großaktionär seinen Einfluss deutlich ausweiten.

Laut MFE-Chef Pier Silvio Berlusconi sei es „an der Zeit, einen Gang höher zu schalten“. Sein Unternehmen wolle ProSiebenSat.1 als starker Aktionär mit Medienexpertise unterstützen und so langfristigen Wert für alle Anteilseigner schaffen. Die angestrebte Beteiligungserhöhung sei notwendig, um die Zusammenarbeit mit dem deutschen Konzern zu vertiefen.

Mindestpreis ohne Aufschlag, Bezahlung teils in Aktien

Bemerkenswert ist laut Horizont, dass MFE nur den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestpreis für die ProSiebenSat.1-Aktien bieten will – den volumengewichteten Durchschnittskurs der letzten drei Monate. Einen Übernahmeaufschlag, wie er in solchen Fällen üblich ist, gibt es also nicht. Der Aktienkurs war bereits im Vorfeld der Ankündigung gestiegen, was auf Markt­spekulationen über einen Einstieg von MFE zurückzuführen ist.

Finanziert werden soll das Angebot zu 78 Prozent in bar, der Rest in Form neuer MFE-Aktien. Zudem wurde bereits eine Vereinbarung mit einem bestehenden ProSiebenSat.1-Aktionär getroffen: Dieser habe zugesagt, einen Teil seiner Anteile anzudienen.

Anzeige

Gewinnen in der Plattform-Ökonomie

von Alexander Graf – der Leitfaden für Handelsentscheider
★★★★☆ 4,4 / 5 Sterne
Jetzt bei Amazon entdecken

Beteiligung über 30-Prozent-Schwelle gesichert

Damit ist MFE sicher, nach Abschluss des Angebots die für eine Kontrollerlangung relevante Schwelle von 30 Prozent am Grundkapital von ProSiebenSat.1 zu überschreiten. Ab dieser Marke wäre MFE ohnehin gesetzlich zu einem Übernahmeangebot verpflichtet gewesen.

Das Angebot dürfte die Debatte über die strategische Ausrichtung und Unabhängigkeit von ProSiebenSat.1, das mit dem Verkauf von Verivox sichtbar auf eine Konzentration auf das Kerngeschäft bemüht ist, weiter anheizen. Der deutsche Medienkonzern hatte sich bislang stets bemüht, seine Eigenständigkeit zu betonen, zuletzt aber strukturelle Herausforderungen im Kerngeschäft verzeichnet.

Ähnliche Artikel

Must-read

ANZEIGE
JANGER E-Commerce
Wer als Shop-Betreiber, E-Commerce Manager oder Gründer einer E-Commerce-Marke erfolgreich werden möchte, muss drei grundsätzliche Faktoren, Verkaufspsychologie, Außendarstellung und Design sowie Nutzererlebnis, verinnerlichen.

Top-News

Sponsored

Sponsored