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BIP und Erwerbstätigkeit im Euroraum steigen leicht im zweiten Quartal

Mehrere Euro-Scheine als Symbol der Inflation
Foto: Willfried Wende / Pixabay

Key takeaways

Eurostat meldet für das zweite Quartal 2025 ein moderates Wachstum von BIP und Erwerbstätigkeit im Euroraum. Besonders positiv entwickelte sich die Beschäftigung in Bulgarien und Spanien, während Deutschland und Italien ein rückläufiges BIP verzeichneten. Die Investitionstätigkeit war schwach, die Produktivität legte hingegen zu.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Im zweiten Quartal 2025 ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Euroraum laut Schätzung von Eurostat gegenüber dem Vorquartal um 0,1 % gestiegen, in der EU um 0,2 %. Damit setzte sich das moderate Wirtschaftswachstum fort, nachdem im ersten Quartal 2025 noch Zuwächse von 0,6 % bzw. 0,5 % registriert worden waren.

Im Jahresvergleich stieg das saisonbereinigte BIP im Euroraum um 1,5 % und in der EU um 1,6 %, leicht unter den Werten des Vorquartals. Auffällig ist der Kontrast zu den USA, wo das BIP im gleichen Zeitraum um 0,8 % gegenüber dem Vorquartal wuchs und auf Jahressicht ein Plus von 2,1 % verzeichnete.

Unterschiedliche Entwicklungen innerhalb der EU

Innerhalb der Mitgliedstaaten zeigt sich ein gemischtes Bild. Dänemark lag mit einem Wachstum von 1,3 % an der Spitze, gefolgt von Kroatien und Rumänien mit jeweils 1,2 %. Rückgänge meldeten hingegen Finnland (-0,4 %), Deutschland (-0,3 %) und Italien (-0,1 %).

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Investitionen bremsen Wachstum

Aufgeschlüsselt nach Komponenten zeigten sich beim BIP deutliche Unterschiede. Während die Konsumausgaben der privaten Haushalte im Euroraum um 0,1 % und in der EU um 0,3 % zulegten, stiegen die staatlichen Konsumausgaben noch deutlicher (+0,5 % bzw. +0,7 %).

Die Bruttoanlageinvestitionen hingegen sanken deutlich: -1,8 % im Euroraum und -1,7 % in der EU. Auch der Außenhandel entwickelte sich schwach. Exporte gingen zurück (−0,5 % bzw. −0,2 %), während die Importe stagnierten bzw. leicht anstiegen.

Der Wachstumsbeitrag der privaten und staatlichen Konsumausgaben betrug jeweils +0,1 Prozentpunkte. Dagegen belasteten die Bruttoanlageinvestitionen das Wachstum mit −0,4 Prozentpunkten. Positive Impulse kamen aus Lagerveränderungen (+0,5 Pp.), während der Außenbeitrag mit −0,2 Pp. negativ ausfiel.

Erwerbstätigkeit steigt leicht

Parallel zur Wirtschaft entwickelte sich auch die Beschäftigung moderat. Die Zahl der Erwerbstätigen nahm im Euroraum und in der EU jeweils um 0,1 % zu. Im Vergleich zum Vorjahresquartal lagen die Zuwächse bei 0,6 % im Euroraum und 0,4 % in der EU.

Auch die geleisteten Arbeitsstunden stiegen im Quartalsvergleich um 0,1 %, lagen im Jahresvergleich aber im Minus (−0,2 % im Euroraum, −0,4 % in der EU).

Beschäftigungsplus in Spanien und Bulgarien

Auf Länderebene verzeichneten Bulgarien (+1,1 %), Spanien und Malta (jeweils +0,7 %) die größten Zuwächse bei der Erwerbstätigkeit. Rückgänge gab es in Litauen (−0,9 %), Griechenland und Kroatien (jeweils −0,5 %).

Produktivität legt zu

Die Kombination aus leichtem BIP-Wachstum und begrenztem Beschäftigungszuwachs führte zu einem Anstieg der Arbeitsproduktivität. Im Euroraum stieg sie gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,8 % je Erwerbstätigen und um 1,1 % je Arbeitsstunde. In der EU lagen die Zuwächse bei 1,2 % bzw. 1,5 %.

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