Im dritten Quartal 2025 ist das saisonbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Euroraum um 0,2 % und in der gesamten EU um 0,3 % gewachsen. Das geht aus einer Schnellschätzung des europäischen Statistikamts Eurostat hervor. Im Vorquartal lagen die Zuwächse bei 0,1 % bzw. 0,2 %.
Die Daten basieren auf noch unvollständigen Quellen und könnten im weiteren Verlauf revidiert werden. Dennoch deuten sie auf eine leichte wirtschaftliche Belebung hin, nachdem das Wachstum in den Vorquartalen eher verhalten ausfiel.
Im Jahresvergleich ergibt sich ein Plus von 1,3 % im Euroraum und 1,5 % in der EU – ein leicht schwächerer Zuwachs als im Vorquartal, als die Wachstumsraten bei 1,5 % bzw. 1,6 % lagen.
Uneinheitliche Entwicklung in den Mitgliedstaaten
Betrachtet man die einzelnen Mitgliedsländer, zeigen sich deutliche Unterschiede. Schweden verzeichnete mit einem Quartalsplus von 1,1 % das stärkste Wachstum, gefolgt von Portugal (+0,8 %) und Tschechien (+0,7 %). Rückgänge gab es hingegen in Litauen (-0,2 %), Irland und Finnland (jeweils -0,1 %).
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Deutschland weiterhin ohne Impulse
Für Deutschland stagnierte die Wirtschaftsleistung im dritten Quartal. Nach einem Minus von 0,2 % im Vorquartal blieb das BIP unverändert. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich damit ein geringes Wachstum von 0,3 %. Auch Italien zeigte im Quartalsvergleich keine Dynamik, nachdem das BIP im Vorquartal leicht rückläufig war.
Spanien und Frankreich stabil
Spanien und Frankreich meldeten solide Wachstumsraten. In Spanien legte das BIP um 0,6 % zu, in Frankreich um 0,5 %. Beide Länder bestätigen damit ihren konjunkturellen Aufwärtstrend. Auch im Jahresvergleich zeigten sich hier überdurchschnittliche Zuwächse von 2,8 % bzw. 0,9 %.
Positive Jahresentwicklung in weiten Teilen der EU
Im Vergleich zum dritten Quartal 2024 verzeichneten 14 Mitgliedstaaten ein positives BIP-Wachstum. Nur ein Land meldete einen Rückgang. Besonders stark fiel das Plus in Irland aus, das trotz eines leichten Rückgangs im Quartal noch ein sattes Jahresplus von 12,3 % erreichte.


