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Wirtschaft: Deutschlands BIP stagniert im dritten Quartal 2025

Deutschland-Flagge mit abnehmender Kurve als Symbol für Rezession 2023 in Deutschland
Foto: Natanael Ginting / Shutterstock

Key takeaways

Deutschlands Wirtschaft stagnierte im dritten Quartal 2025. Während Ausrüstungsinvestitionen leicht zulegten, belasteten sinkende Exporte und ein rückläufiger privater Konsum die Entwicklung. Die Bruttowertschöpfung stieg nur minimal. Im Vergleich zu anderen EU-Staaten hinkt Deutschland weiterhin hinterher.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Im dritten Quartal 2025 stagnierte das preis-, saison- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt in Deutschland. Das Statistische Bundesamt bestätigte mit 0,0 % zum Vorquartal die bereits Ende Oktober gemeldeten vorläufigen Zahlen. Während Investitionen leicht zulegten, blieb der private Konsum verhalten, und die Exporte entwickelten sich rückläufig.

Exporte belasten Konjunktur, Investitionen leicht erholt

Die Gesamtinvestitionen stiegen gegenüber dem Vorquartal um 0,3 %, was vor allem an den Ausrüstungsinvestitionen lag: Hier gab es ein Plus von 1,1 %. Die Bauinvestitionen hingegen sanken um 0,5 %. Die Konsumausgaben insgesamt blieben stabil, wobei der private Konsum mit -0,3 % erstmals seit Ende 2023 rückläufig war – unter anderem wegen geringerer Ausgaben für Gastronomie und Beherbergung. Der Staatskonsum legte hingegen um 0,8 % zu.

Die Exporte verringerten sich um 0,7 %, vor allem aufgrund deutlich rückläufiger Dienstleistungsexporte (-2,6 %). Die Warenexporte blieben nahezu stabil (-0,1 %). Die Importe insgesamt stagnierten, wobei mehr Waren (+0,9 %) und weniger Dienstleistungen (-1,9 %) eingeführt wurden.

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Wertschöpfung, Arbeitsmarkt und internationale Einordnung

Die Bruttowertschöpfung insgesamt legte leicht um 0,1 % zu, entwickelte sich jedoch je nach Branche unterschiedlich. Rückgänge verzeichneten vor allem das Verarbeitende Gewerbe (-0,9 %) und das Baugewerbe (-0,6 %), während die Dienstleistungsbereiche, insbesondere Information und Kommunikation (+0,8 %) sowie Handel, Verkehr und Gastgewerbe (+0,7 %) zulegen konnten.

Im Vorjahresvergleich stieg das BIP um 0,3 %, wobei die Konsumausgaben sowohl bei privaten Haushalten (+0,8 %) als auch beim Staat (+1,7 %) anzogen. Die Investitionen in Ausrüstungen und Bauten sanken dagegen erneut. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung stieg insbesondere im Dienstleistungssektor, während sie im Baugewerbe (-3,0 %) und im Verarbeitenden Gewerbe (-0,3 %) weiter zurückging.

Die Erwerbstätigkeit blieb mit 46,0 Mio. Beschäftigten nahezu unverändert. Das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen stagnierte ebenso, während die Arbeitsproduktivität je Erwerbstätigenstunde leicht um 0,3 % anstieg.

In nominalen Werten wuchs das BIP im Jahresvergleich um 3,4 %. Das Volkseinkommen stieg um 3,7 %, getragen vom Arbeitnehmerentgelt (+5,4 %), während Unternehmens- und Vermögenseinkommen leicht rückläufig waren (-0,7 %). Die Sparquote sank leicht auf 9,6 %.

Im internationalen Vergleich blieb Deutschland zurück: Während Frankreich (+0,5 %), Spanien (+0,6 %) und die EU insgesamt (+0,3 %) zulegen konnten, stagnierte das BIP in Italien ebenso wie in Deutschland.

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