Capri Holdings, Muttergesellschaft von Michael Kors und Jimmy Choo sowie Noch-Versace Eigentümer, hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 solide Finanzergebnisse erzielt – trotz eines rückläufigen Umsatzes. Der Konzern verzeichnete einen Umsatzrückgang von 6,0 % (7,7 % währungsbereinigt) auf 797 Mio. US-Dollar (ca. 732 Mio. Euro). Dennoch übertraf der Gewinn pro Aktie mit 0,47 US-Dollar die Erwartungen.
Verbesserung trotz rückläufiger Umsätze
Der operative Gewinn belief sich auf 16 Mio. US-Dollar, was einer Marge von 2,0 % entspricht. Bereinigt lag die operative Marge bei 2,5 %. Der Nettogewinn stieg auf 56 Mio. US-Dollar (ca. 51 Mio. Euro), nach lediglich 5 Mio. US-Dollar im Vorjahr. Vorstandschef John D. Idol sprach von ermutigenden Zeichen: Die strategischen Maßnahmen zur Belebung der Luxusmarken zeigten erste Wirkung.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Ausblick und strategischer Fokus
Im laufenden Jahr konzentriert sich das Unternehmen auf die Neuausrichtung der Marken Michael Kors und Jimmy Choo. Die geplante Veräußerung der Versace-Sparte an Prada für rund 1,375 Mrd. US-Dollar (ca. 1,26 Mrd. Euro) wird voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2025 abgeschlossen.
Für das gesamte Geschäftsjahr erwartet Capri Holdings einen Umsatz zwischen 3,375 und 3,45 Mrd. US-Dollar und ein operatives Ergebnis von rund 100 Mio. US-Dollar. Die Prognose reflektiert auch die Auswirkungen erhöhter Importzölle auf Produkte aus mehreren Ländern, darunter China, Indien und Vietnam.
Markenentwicklung im Detail
Michael Kors erwirtschaftete 635 Mio. US-Dollar Umsatz (–5,9 %) mit einer operativen Marge von 9,9 %. Jimmy Choo setzte 162 Mio. US-Dollar um (–6,4 %) und erzielte eine operative Marge von 2,5 %.
Im zweiten Quartal erwartet Capri Holdings einen Umsatz zwischen 815 und 835 Mio. US-Dollar und einen Gewinn pro Aktie zwischen 0,10 und 0,15 US-Dollar. Die operative Marge soll leicht positiv ausfallen.



