Die Capri Holdings hat im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 erste Erfolge seiner strategischen Neuausrichtung erzielt und ist operativ zurück in die Gewinnzone gekehrt. Der Luxusmodekonzern, zu dem unter anderem Michael Kors und Jimmy Choo gehören, zeigt nach einem schwierigen Vorjahr klare Fortschritte bei Profitabilität und Effizienz.
Umsatzrückgang bei verbesserter Profitabilität
Der Quartalsumsatz lag bei 796 Millionen US-Dollar und damit leicht unter dem Vorjahreswert. Währungsbereinigt fiel der Rückgang noch deutlicher aus. Dennoch verbesserte sich die operative Situation spürbar: Der operative Verlust konnte deutlich reduziert werden, während sich die bereinigte Marge nahezu auf Break-even-Niveau stabilisierte. Unter dem Strich gelang es dem Unternehmen, den hohen Verlust des Vorjahres nahezu vollständig abzubauen.
Ein wesentlicher Sondereffekt resultierte aus erwarteten Rückerstattungen von Importzöllen in Höhe von rund 65 Millionen US-Dollar, die sich positiv auf die Kostenstruktur auswirkten. Gleichzeitig sank der Lagerbestand deutlich, was auf eine effizientere Bestandssteuerung hinweist.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Marken entwickeln sich unterschiedlich
Die beiden Kernmarken zeigen ein gemischtes Bild. Michael Kors verzeichnete einen Umsatzrückgang, konnte jedoch seine Profitabilität deutlich steigern und die operative Marge nahezu verdoppeln. Jimmy Choo hingegen erzielte ein leichtes Umsatzplus, blieb jedoch weiterhin in den roten Zahlen und musste eine höhere operative Verlustmarge hinnehmen.
Das Unternehmen sieht dennoch positive Signale in der steigenden Nachfrage und bewertet die bisherigen Maßnahmen zur Stärkung von Markenimage und Produktinnovation als erfolgreich.
Strategische Neuausrichtung zeigt Wirkung
Capri Holdings hat im vergangenen Jahr umfassende Maßnahmen eingeleitet, um das Geschäft zu stabilisieren und langfristig wieder auf Wachstumskurs zu bringen. Dazu zählen Investitionen in Produktentwicklung, gezieltes Marketing sowie eine stärkere Fokussierung auf die Kernmarken nach dem Verkauf von Versace.
Parallel wurde die Bilanz deutlich verbessert: Die Nettoverschuldung sank erheblich im Vergleich zum Vorjahr, während gleichzeitig ein positiver freier Cashflow erwirtschaftet wurde. Zudem setzte das Unternehmen Aktienrückkäufe fort und stärkte damit die Kapitalstruktur.
Optimistischer Ausblick für 2027
Für das Geschäftsjahr 2027 zeigt sich Capri Holdings zuversichtlich. Erwartet wird ein leichtes Umsatzwachstum sowie ein deutlicher Anstieg des Gewinns je Aktie um rund 40 Prozent. Insgesamt soll der Konzernumsatz auf etwa 3,5 Milliarden US-Dollar steigen.
Langfristig plant das Unternehmen, insbesondere Michael Kors wieder auf ein Umsatzniveau von rund 4 Milliarden US-Dollar zu bringen, während Jimmy Choo weiter ausgebaut werden soll. Mit einer klaren strategischen Ausrichtung und verbesserten operativen Kennzahlen sieht sich Capri Holdings gut positioniert, um nachhaltiges Wachstum und steigende Profitabilität zu erreichen.




