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CEOs verlieren Konjunkturvertrauen, setzen aber weiter auf Wachstum

Symbolik zur digitalen Infrastruktur in Deutschland
Foto: Depositphotos

Key takeaways

Die wirtschaftliche Zuversicht unter CEOs sinkt deutlich – besonders in Deutschland. Dennoch bleiben Investitionen und Wachstumserwartungen stabil. Eine Schlüsselrolle spielt Künstliche Intelligenz, die vielfach als Wachstumstreiber gilt. Zudem gewinnt Nordamerika als Investitionsziel an Bedeutung, und auch M&A-Aktivitäten ziehen wieder an.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die globale Konjunkturstimmung unter Topmanagern trübt sich spürbar ein. Laut einer aktuellen EY-Parthenon-Studie ist der Anteil der CEOs mit positiver Wirtschaftserwartung von 84 auf 68 Prozent gesunken – in Deutschland sogar von 87 auf nur noch 56 Prozent. Besonders auffällig: Nur noch 19 Prozent der deutschen Unternehmenschefs erwarten eine positive Konjunkturentwicklung, ein Rückgang um 17 Prozentpunkte gegenüber dem Herbst 2025.

Dennoch bleiben viele Führungskräfte beim Blick auf die eigene Geschäftsentwicklung zuversichtlich. Weltweit gehen 92 Prozent von steigenden Umsätzen aus, in Deutschland liegt dieser Wert mit 96 Prozent sogar etwas höher. Auch in puncto Margenoptimierung herrscht trotz externer Belastungen vorwiegend Optimismus.

Ein zentraler Grund für diesen Optimismus ist der wachsende Einfluss Künstlicher Intelligenz. Laut der Befragung unter 1.200 CEOs – darunter 100 aus Deutschland – sehen viele Unternehmen bereits spürbare Effekte ihrer bisherigen KI-Investitionen. 79 Prozent der global Befragten geben an, dass ihre Erwartungen an KI übertroffen wurden, in Deutschland sogar 83 Prozent. KI wird dabei zunehmend als Schlüsseltechnologie für Produktivitätssteigerung, Effizienzgewinne und Innovationsschübe gesehen. Die großen Effekte stehen laut EY allerdings noch aus – viele Unternehmen hätten bislang nur die „Low Hanging Fruits“ geerntet.

Geopolitik beeinflusst Investitionsverhalten

Die Unsicherheit durch politische und wirtschaftliche Krisen hat direkte Auswirkungen auf die Investitionsstrategien. 83 Prozent der befragten Unternehmen weltweit haben ihre Investitionsplanung angepasst – entweder durch Kürzungen, Umverlagerungen oder beschleunigte Maßnahmen. Bemerkenswert ist die regionale Differenzierung: Während in Asien, vor allem in China (60 Prozent), Südkorea (48 Prozent) und Japan (46 Prozent), Investitionen verstärkt werden, zeigen sich deutsche und französische Unternehmen deutlich vorsichtiger. Fast die Hälfte der französischen Firmen hat mindestens eine geplante Investition gestoppt.

Nordamerika bleibt trotz Unsicherheiten das attraktivste Ziel für neue Investitionen: 34 Prozent der befragten CEOs planen Aktivitäten in den USA, gefolgt von Kanada und Deutschland mit je 18 Prozent. Dass Deutschland hier international vergleichsweise gut abschneidet, liegt laut EY an seiner starken industriellen Basis und Innovationskraft – Qualitäten, die im Ausland offenbar positiver bewertet werden als im Inland.

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Fusionen und Übernahmen gewinnen wieder an Dynamik

Neben organischem Wachstum rücken auch M&A-Aktivitäten wieder stärker in den Fokus: 53 Prozent der weltweit Befragten planen in den kommenden zwölf Monaten Fusionen oder Übernahmen – ein Anstieg gegenüber 48 Prozent vor vier Monaten. In Deutschland stieg der Anteil sogar von 44 auf 51 Prozent. Diese Zahlen zeigen: Trotz geopolitischer Turbulenzen bleibt der Transformationsdruck hoch – und die Bereitschaft, durch Zukäufe zu wachsen, ist ungebrochen.

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