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Werbung in der Chatbox: Hohe CPM-Kosten bei ChatGPT-Ads erwartet

ChatGPT vor mehren Dollar Banknoten
Foto: Depositphotos

Key takeaways

OpenAI führt Werbung in ChatGPT ein – laut Insidern mit einem Premiumpreis von rund 60 US-Dollar pro 1.000 Impressionen. Das neue Modell setzt auf Branding statt Performance, bietet jedoch zunächst nur begrenzte Tracking-Daten.

Lesezeit ca. 2 Minuten

OpenAI plant offenbar, Werbung in ChatGPT nicht wie üblich pro Klick (CPC), sondern pro Impression (CPM) abzurechnen. Das bedeutet, Werbetreibende zahlen pro 1.000 Sichtkontakte ihrer Anzeige – unabhängig davon, ob Nutzer darauf reagieren. Diese Entscheidung spiegelt das veränderte Nutzerverhalten in Chat-Umgebungen wider, wo klassische Klickpfade weniger relevant sind.

Hoher Einstiegspreis überrascht die Branche

Laut einem Bericht von The Information liegt der geplante Preis bei rund 60 US-Dollar pro 1.000 Impressionen. Damit orientiert sich OpenAI preislich eher an hochwertigen TV-Werbespots als an Online-Plattformen wie Meta, wo die CPM-Preise oft nur ein Drittel davon betragen. Die exklusive Platzierung in einem aufmerksamen Umfeld scheint aus Sicht des Anbieters diesen Premiumpreis zu rechtfertigen.

Ein Nachteil für Werbekunden: Im Gegensatz zu klassischen Online-Kampagnen werden in der Anfangsphase nur wenige Leistungsdaten zur Verfügung gestellt. Abgesehen von Impressionen und Klickzahlen sollen tiefergehende Einblicke – etwa zur Conversion-Rate oder Zielgruppenanalyse – zunächst fehlen.

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Datenschutz bremst Tracking-Funktionen

Grund für diese Einschränkungen ist laut OpenAI der Datenschutz: Konversationen mit ChatGPT werden nicht verkauft und nicht für personalisiertes Targeting genutzt. Diese Zurückhaltung schützt zwar die Privatsphäre der Nutzer, erschwert jedoch gleichzeitig die Erfolgsmessung für Unternehmen.

Die Werbeanzeigen sollen wie bereits angekündigt, schrittweise für Nutzer der kostenlosen ChatGPT-Version sowie für den günstigen „ChatGPT Go“-Tarif ausgerollt werden. Minderjährige sowie sensible Kontexte wie Gesundheit oder Politik sind vom Rollout ausgenommen.

Branding statt direkte Conversion

Die hohe Preisstruktur in Kombination mit begrenzten Tracking-Funktionen könnte dazu führen, dass sich vor allem finanzstarke Marken mit Branding-Zielen angesprochen fühlen. Für sie bietet sich die Chance, frühzeitig Sichtbarkeit in einem innovativen, bislang werbefreien Umfeld zu erzielen. Der Kontext der Chat-Interaktion verspricht dabei besonders hohe Aufmerksamkeit – eine Qualität, die in klassischen Werbeumfeldern immer schwerer zu erreichen ist.

Auch wenn direkte Kaufabschlüsse (Conversions) über ChatGPT zum Start wohl eher die Ausnahme bleiben, könnte das neue Werbemodell mittelfristig Möglichkeiten wie In-Chat-Käufe oder weiterführende Nutzerinteraktionen bieten. So entsteht ein neues Spielfeld für Marken, die bereit sind, mit Experimentierfreude und Budget in eine neue Ära der KI-basierten Werbung zu investieren.

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