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Chinas Chip-Offensive: Alibaba entwickelt eigenen KI-Prozessor

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Foto: Alibaba Group

Key takeaways

Alibaba hat einen neuen KI-Chip vorgestellt, der Nvidia-Alternativen ersetzen soll. Die Entwicklung ist Teil von Chinas Bemühungen zur technologischen Unabhängigkeit. Unterstützt durch Milliardeninvestitionen stärkt Peking die heimische Chipindustrie.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Alibaba Group Holding hat einen eigenen KI-Chip vorgestellt, der künftig als Alternative zu den bislang dominierenden Halbleiterlösungen von Nvidia dienen soll. Dies berichtet Wall Street Journal exklusiv. Damit reagiert der chinesische Tech-Gigant auf die wachsenden Herausforderungen durch US-Exportbeschränkungen und die strategische Notwendigkeit, technologische Unabhängigkeit zu erreichen.

Regierung unterstützt nationale Chipentwicklung

In den vergangenen Jahren hat Beijing die Entwicklung einer eigenständigen Halbleiterindustrie massiv vorangetrieben. Staatlich finanzierte Fonds wie der National Integrated Circuit Industry Investment Fund – besser bekannt als Big Fund – stellen Milliardenbeträge bereit, um Unternehmen wie Alibaba, Baidu und Huawei bei der Entwicklung eigener Prozessorlösungen zu unterstützen. Allein die dritte Phase des Fonds verfügt über ein Volumen von umgerechnet rund 47,5 Milliarden US-Dollar (ca. 44 Mrd. Euro).

Alibaba gehört mit seiner Cloud-Sparte zu den wichtigsten Technologieunternehmen des Landes und hat bereits früher mit der Entwicklung eigener Chips begonnen. Die neueste Entwicklung soll laut Wall Street Journal eine breitere Palette an KI-Inferenzaufgaben abdecken und leistungsfähiger als die Vorgängermodelle sein.

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Antwort auf Nvidias Hürden in China

Während Nvidia, das erneut stark gewachsen ist, seine Produkte aufgrund regulatorischer Vorgaben nur eingeschränkt nach China liefern kann, setzen immer mehr chinesische Unternehmen auf Eigenentwicklungen. Neben Alibaba arbeiten auch Biren Technology, Cambricon Technologies, Enflame Technology und Huawei an KI-Chips. Bislang kommt in China vor allem Nvidias H20-Plattform zum Einsatz – ein leistungsfähiger, aber gedrosselter Chip, der speziell für den chinesischen Markt angepasst wurde.

Die Nutzung des H20 ist jedoch umstritten. Zwar hatte die US-Regierung im Juli erneut Exporte nach China erlaubt, doch nur kurze Zeit später empfahl Beijing, den Chip aus Sicherheitsgründen nicht mehr einzusetzen. In dieses Vakuum stößt nun nicht nur Alibaba, sondern auch das in Shanghai ansässige Unternehmen MetaX, das kürzlich einen neuen Chip mit mehr Speicher, aber höherem Energieverbrauch präsentierte. Dessen Massenproduktion wird derzeit vorbereitet.

Alibaba richtet sich neu aus

Parallel zu den technologischen Entwicklungen plant Alibaba eine Neuausrichtung seiner Geschäftsstrategie. Künftig sollen E-Commerce, Cloud Computing und künstliche Intelligenz im Zentrum stehen. Die Chipdesign-Einheit T-Head des Konzerns hat mit dem Hanguang 800 bereits einen leistungsfähigen KI-Inferenzchip entwickelt, der unter anderem für Chatbots eingesetzt werden kann.

Die laufenden Investitionen und Entwicklungen zeigen, wie entschlossen China daran arbeitet, eine eigene technologische Infrastruktur aufzubauen. Trotz der anhaltenden Handelskonflikte mit den USA verfolgt die Volksrepublik damit das Ziel, langfristig unabhängig von westlichen Schlüsseltechnologien zu werden – insbesondere im Bereich Hochleistungsrechnen und künstlicher Intelligenz.

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