Etwas mehr als jedes zweite Unternehmen in Deutschland nutzt im Jahr 2025 kostenpflichtige Cloud-Services. Laut dem Statistischen Bundesamt greifen 54 % der Firmen mit mindestens zehn Beschäftigten auf IT-Dienste aus der Cloud zurück. Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede nach Unternehmensgröße.
Große Unternehmen als Treiber der Cloud-Nutzung
Während 86 % der Großunternehmen mit mindestens 250 Beschäftigten Cloud-Dienste einsetzen, sind es bei den mittleren Betrieben (50–249 Beschäftigte) nur 65 %. Kleine Unternehmen mit 10 bis 49 Beschäftigten kommen sogar nur auf eine Nutzungsquote von 51 %. Die Zahlen verdeutlichen, dass insbesondere Großunternehmen von den Vorteilen skalierbarer Cloud-Infrastrukturen profitieren – etwa durch höhere Flexibilität, IT-Kosteneinsparungen und bessere Skalierbarkeit.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Branchenvergleich: IT führt, Gastgewerbe hinkt hinterher
Auch zwischen den Branchen zeigen sich Unterschiede: In der Informations- und Kommunikationswirtschaft ist die Cloud-Verbreitung mit 88 % am höchsten. Das Gastgewerbe (45 %) sowie der Bereich Verkehr und Lagerei (43 %) bilden dagegen das Schlusslicht. Unterschiede bestehen nicht nur in der Nutzungshäufigkeit, sondern auch im Einsatzzweck.
Am häufigsten werden Cloud-Dienste für E-Mails (76 %), zur Datenspeicherung (71 %) und für Office-Anwendungen (68 %) genutzt. Komplexere Anwendungen wie ERP- oder CRM-Systeme sind deutlich weniger verbreitet – jeweils nur 23 % der Unternehmen setzen sie als Cloud-Lösungen ein.


