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Geplante Cloudflare-Wartung sorgt für kurze Störung weltweit

Access denied Schrift als Symbol fuer Stoerung
Foto: Freepik

Key takeaways

Am 5. Dezember 2025 kam es bei Cloudflare erneut zu Störungen. Geplante Wartungsarbeiten führten zu kurzzeitigen Ausfällen zahlreicher Dienste. Ursache war ein technischer Fehler beim Abschalten eines internen Testtools. Cloudflare kündigte umfassende Maßnahmen zur Absicherung seiner Infrastruktur an.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Nur wenige Wochen nach dem größeren Netzwerkausfall hat es bei Cloudflare erneut eine Störung gegeben. Am 5. Dezember 2025 waren verschiedene Internetdienste zeitweise nicht erreichbar – darunter auch Plattformen wie Gitlab, Linkedin, manche Websites von Banken sowie Spiele-Accounts. Selbst Downdetector, ein Dienst zur Überwachung von Netzproblemen, war laut Heise betroffen und konnte aufgrund dessen keine Störungsmeldungen annehmen.

Geplanter Ausfall statt Systemfehler

Im Gegensatz zum Vorfall vom 18. November 2025 handelte es sich dieses Mal um geplante Wartungsarbeiten. Cloudflare bestätigte im Nachgang in einem ausführlichen Beitrag, dass im Zuge eines Sicherheitsupdates an der Body-Parsing-Logik der eigene Web Application Firewall (WAF) geändert wurde. Ziel war es, eine neu entdeckte Schwachstelle in React Server Components (CVE-2025-55182) abzusichern. Dafür wurde unter anderem die Puffergröße von 128 KB auf 1 MB erhöht.

Während der gestaffelten Einführung dieser Änderungen kam es zu einem Fehler in der älteren Proxy-Infrastruktur FL1. Ein Abschalten eines internen Testtools zur WAF-Regelprüfung löste einen Bug aus, der bei bestimmten Konfigurationen zu „500 Internal Server Error“-Meldungen führte. Die Ursache: Eine nicht vorhandene Referenz im Lua-Code, die bei der Verarbeitung übersprungen wurde – mit fataler Folge.

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Auswirkungen und Reaktionen

Betroffen waren rund 28 Prozent des weltweiten HTTP-Traffics, wobei der Fehler etwa 25 Minuten lang andauerte. Um 09:12 UTC konnte die fehlerhafte Änderung zurückgenommen werden, womit die Dienste wieder ordnungsgemäß funktionierten. Cloudflare betont, dass der Vorfall nichts mit einem Cyberangriff zu tun hatte und keine schädlichen Aktivitäten im Spiel waren.

Nach dem erneuten Vorfall kündigte das Unternehmen tiefgreifende Maßnahmen zur Absicherung seiner globalen Infrastruktur an. Dazu zählen unter anderem verbesserte Rollout-Prozesse, Fehlerbehandlungsmechanismen („fail-open“) und ein erweitertes Notfallsystem. Ein vollständiger Bericht über diese Projekte soll in der kommenden Woche veröffentlicht werden.

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