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Cookie-Banner: Laut Bitkom-Umfrage wünscht sich Mehrheit einfachere Nutzung

Cookie-Banner von Retail-News

Eine aktuelle Umfrage von Bitkom offenbart anhand eines einfachen Beispiels das Dilemma der Internetnutzung von Konsumenten: Der Großteil der Nutzer zeigt sich genervt von Cookie-Bannern und den damit verbundenen Tracking-Einstellungen. Rund 76 Prozent empfinden die obligatorischen Datenschutzhinweise als störend, während zugleich mit 68 Prozent ein signifikanter Teil der Befragten angibt, sich mit der Thematik nicht auseinandersetzen zu wollen.

Interessanterweise verzichtet etwa die Hälfte der Nutzer auf Angebote im Netz, wenn diese als zu datenhungrig wahrgenommen werden. Parallel dazu löschen 58 Prozent der Befragten regelmäßig Cookies in ihrem Browser, was auf ein ausgeprägtes Datenschutzbewusstsein hindeutet und durchaus überraschen mag.

Die Umfrage zeigt zudem, dass 24 Prozent der Nutzer grundsätzlich allen Cookie- und Tracking-Vorgaben zustimmen, meist aus Desinteresse an der Thematik. Ein weiteres Fünftel lehnt möglichst alles ab, während ein Drittel gezielt auswählt, welches Tracking erlaubt ist. Besonders Funktionalitäts-Cookies, die bestimmte Online-Dienste ermöglichen, genießen eine hohe Akzeptanz.

Dennoch gibt es auch eine andere Seite der Medaille: Einem Drittel der Nutzer sind die Einstellungen für Cookies und Tracking wichtig, wobei gleichzeitig rund 31 Prozent gestehen, die Funktionsweise und Einstellungsmöglichkeiten nicht zu verstehen. Dies deutet auf eine komplexe Materie hin, die für viele schwer zu durchdringen ist.

Der Verband kommentiert die Ergebnisse mit einem Appell an Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, gemeinsame Lösungen zu finden, um die Nutzung von Webseiten für die Menschen einfacher, schneller und komfortabler zu gestalten. Sie weist auch darauf hin, dass viele Online-Dienste auf Werbung angewiesen sind und ohne entsprechende Tracking-Möglichkeiten die Vielfalt des frei verfügbaren Angebots im Internet leiden würde.

Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit eines Gleichgewichts zwischen Nutzerkomfort und Datenschutzanforderungen. Angesichts der sogenannten „Cookie-Müdigkeit“, bei der Nutzer oft aus Ermüdung oder Desinteresse ihre Zustimmung zu Cookies geben, ohne die damit verbundenen Datenschutzkonsequenzen zu bedenken, strebt nun auch die EU-Kommission eine signifikante Änderung der Online-Datenschutzpraktiken an. Der Vorschlag sieht vor, das Surferlebnis weniger belastend zu gestalten und gleichzeitig die Datenschutzrechte unangetastet zu lassen. Ein Schlüsselelement der Initiative soll die Verringerung der Häufigkeit von Zustimmungsanfragen sein: Verbraucher sollen künftig nur noch einmal jährlich ihre Präferenzen äußern müssen, statt bei jedem Besuch einer Website.

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