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Coupang zahlt über eine Milliarde Euro in Gutscheinen für Datenpanne

Eingang eines Coupang Buerogebaeude
Foto: Coupang

Key takeaways

Coupang reagiert auf eine massive Datenpanne mit Gutscheinen im Wert von rund 1,17 Milliarden Euro für 34 Millionen Nutzer. Nach internen Rücktritten und öffentlichen Entschuldigungen versichert das Unternehmen, sämtliche Daten wiedererlangt zu haben – und verspricht vollständige Aufklärung.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Nach einem der größten Datenschutzvorfälle in Südkorea reagiert Coupang mit einer milliardenschweren Entschädigung: Der Onlinehändler kündigte an, rund 1,69 Billionen Won – umgerechnet etwa 1,17 Milliarden Euro – in Form von Einkaufsgutscheinen an betroffene Nutzer zu vergeben. Insgesamt 34 Millionen Menschen sollen von dem Angebot profitieren, darunter auch ehemalige Kunden, die nach dem Vorfall ihre Konten gelöscht hatten.

Umfangreiche Kompensation per Gutschein

Wie Coupang am Montag mitteilte, sollen alle berechtigten Nutzer ab dem 15. Januar überprüfen können, ob sie Anspruch auf einen Gutschein im Wert von 50.000 Won (ca. 35 Euro) haben. Die Maßnahme folgt auf eine im November bekannt gewordene massive Datenpanne, die nahezu zwei Drittel der südkoreanischen Bevölkerung betroffen haben soll.

Der Vorfall führte bereits Anfang Dezember zur Durchsuchung der Konzernzentrale in Seoul durch die Polizei. Der damalige CEO Park Dae-jun trat infolgedessen zurück und US-Anleger haben Klage eingereicht. Seither bemüht sich das Unternehmen um Schadensbegrenzung und um das Vertrauen der Nutzer zurückzugewinnen.

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Entschuldigungen auf Führungsebene

Interims-CEO Harold Rogers bezeichnete die Gutscheinaktion als „verantwortungsvolle Maßnahme“ und betonte, dass Coupang seinen Verpflichtungen „bis zum Ende nachkommen“ werde. Auch Firmengründer Kim Bom äußerte sich öffentlich. In einer persönlichen Stellungnahme räumte er Fehler im Krisenmanagement ein und sprach von einer „verspäteten Entschuldigung“.

Kim erklärte, man habe inzwischen durch Zusammenarbeit mit den Behörden sowohl sämtliche gestohlenen Daten als auch die Speichermedien des mutmaßlichen Täters wiedererlangt. Nach seiner Darstellung sei der Umfang der tatsächlich abgeflossenen Daten mit rund 3.000 Kundendatensätzen begrenzt gewesen. Eine externe Verbreitung oder ein Verkauf der Daten habe nicht stattgefunden.

Der Fall hat in Südkorea eine breite Debatte über Datenschutz und IT-Sicherheit im E-Commerce ausgelöst. Beobachter rechnen mit weiteren regulatorischen Maßnahmen und einer engeren Kontrolle großer Digitalunternehmen.

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