Criteo startet mit einem neuen Empfehlungsdienst für den Onlinehandel. Mit dem „Agentic Commerce Recommendation Service“ will das Adtech-Unternehmen KI-gestützten Shopping-Assistenten deutlich relevantere Produktempfehlungen ermöglichen. Im Zentrum steht die Nutzung echter Einkaufs- und Verhaltensdaten statt öffentlich zugänglicher Produktinformationen.
Während sich Large Language Models zunehmend zu digitalen Einkaufsberatern entwickeln und Händler eigene KI-Lösungen etablieren, wächst der Bedarf an zuverlässigen, kontextbezogenen Produktempfehlungen. Criteo verspricht hier eine bis zu 60 Prozent höhere Relevanz gegenüber anderen Anbietern, die nur auf Produktbeschreibungen setzen.
Empfehlungen auf Basis echter Kaufintention
Technisch funktioniert der Service über das hauseigene Model Context Protocol (MCP), das die Anbindung von KI-Assistenten an Händlerinventare ermöglicht. Anstatt nur Katalogdaten auszulesen, liefert Criteo kuratierte Produktvorschläge auf Basis echter Kaufabsichten. Dabei fließen Faktoren wie Produktverfügbarkeit, Beliebtheit oder das konkrete Nutzerbedürfnis in die Auswahl ein.
Ziel ist ein Einkaufserlebnis, das über reine Produktsuche hinausgeht: Die KI versteht Nutzeranfragen, schlägt passende Artikel vor, erweitert Empfehlungen bei Bedarf um Zusatzprodukte und kann sogar Checkout-Prozesse einbinden.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Wettbewerbsvorteil durch Datenqualität
Für CEO Michael Komasinski liegt der Wettbewerbsvorteil von Agentic Commerce in der Datentiefe: „Die entscheidende Stärke liegt in der Qualität und Skalierbarkeit unserer Handelsdaten.“ Criteo teste die Lösung seit 2025 mit einer großen LLM-Plattform und weitet die Pilotphasen aktuell auf weitere Anbieter und Marken aus.
Mit dem neuen Dienst will Criteo eine Infrastruktur schaffen, die nicht nur für Konsumenten funktioniert, sondern auch die Interessen von Marken, Plattformen und Händlern berücksichtigt – etwa durch die Wahrung von Markenschutz und Datenhoheit.


