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DNS-Problem bei DENIC: Websites mit de-Domain lahmgelegt

ERROR Taste auf einer Computertastatur
Foto: depositphotos.com

Key takeaways

Eine DNSSEC-Störung bei der DENIC hat am Dienstagabend zu massiven Erreichbarkeitsproblemen nahezu aller .de-Domains in Deutschland geführt. Die Ursache wird derzeit analysiert. Hinweise auf einen Cyberangriff gibt es bislang nicht.

Lesezeit ca. 3 Minuten

Am Dienstagabend kam es in Deutschland zu einer großflächigen Störung zahlreicher Websites. Seit etwa 21:50 Uhr berichteten Nutzer über massive Erreichbarkeitsprobleme bei verschiedensten Internetseiten. Betroffen sind insbesondere .de-Domains, zeitweise aber auch große Online-Shops, Plattformen und Dienste. Dadurch entsteht bei vielen Nutzern der Eindruck, größere Teile des Internets seien nicht erreichbar.

Gegen 23:30 Uhr hat die DENIC den Vorfall offiziell bestätigt. Laut einer ersten Stellungnahme liegt derzeit eine Störung im DNS-Service für .de-Domains vor. Besonders betroffen seien Domains, die mit DNSSEC abgesichert sind.

„DENIC eG is currently experiencing a disruption in its DNS service for .de domains. As a result, all DNSSEC-signed .de domains are currently affected in their reachability. The root cause of the disruption has not yet been fully identified. DENIC’s technical teams are working intensively on analysis and on restoring stable operations as quickly as possible. Based on current information, users and operators of .de domains may experience impairments in domain resolution. Further updates will be provided as soon as reliable findings on the cause and recovery are available. DENIC asks all affected parties for their understanding. For further enquiries, DENIC can be contacted via the usual channels.“

Update 06.05.2026, 01:32 Uhr: DENIC hat den Status der DNS Nameservice auf der Statusseite wieder auf grün gesetzt.

DNSSEC als Ursache der Ausfälle

DNSSEC (Domain Name System Security Extensions) ist eine Sicherheitserweiterung des Domain Name Systems. Sie dient dazu, DNS-Antworten kryptografisch zu signieren und Manipulationen bei der Namensauflösung zu verhindern. Browser und DNS-Resolver prüfen dabei, ob die erhaltenen Informationen gültig und vertrauenswürdig sind.

Genau diese Validierung scheint derzeit gestört zu sein. Laut DENIC sind „alle DNSSEC-signierten .de-Domains“ von Einschränkungen bei der Erreichbarkeit betroffen. Die technische Ursache sei bislang noch nicht vollständig identifiziert worden. Die Teams der DENIC arbeiteten jedoch intensiv an der Analyse und Stabilisierung der Systeme.

Die Auswirkungen waren am Abend in weiten Teilen Deutschlands spürbar. Nutzer meldeten unter anderem:

  • nicht erreichbare Websites,
  • Fehlermeldungen wie „Server nicht gefunden“,
  • extrem langsame Verbindungen,
  • sowie unterschiedliche Ergebnisse je nach Internetanbieter oder Netzwerk.
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Unterschiedliche Auswirkungen je nach Netzwerk

Besonders auffällig war, dass viele Websites im Mobilfunknetz weiterhin teilweise problemlos funktionierten, während sie über Festnetzanschlüsse oder WLAN-Verbindungen nicht erreichbar waren. Hintergrund sind unterschiedliche DNS-Resolver und Caching-Mechanismen der jeweiligen Internetanbieter.

Während einige Provider bereits aktualisierte oder funktionierende DNS-Daten auslieferten, arbeiteten andere Resolver offenbar weiterhin mit fehlerhaften Informationen. Dadurch entstand ein uneinheitliches Bild: Manche Nutzer konnten betroffene Seiten problemlos aufrufen, andere erhielten weiterhin Fehlermeldungen.

Keine Hinweise auf Cyberangriff

Aktuell gibt es keine Hinweise auf einen Hackerangriff oder einen gezielten Angriff auf die deutsche Internet-Infrastruktur. Vielmehr deutet vieles auf eine technische Störung innerhalb der DNSSEC-Validierungskette der .de-Zone hin.

Solche Vorfälle gelten als äußerst selten, können jedoch erhebliche Auswirkungen haben. Da die DENIC als zentrale Registrierungsstelle sämtliche .de-Domains verwaltet, wirken sich Probleme innerhalb der Infrastruktur unmittelbar auf tausende Websites aus.

Was Website-Betreiber jetzt beachten sollten

Für Betreiber von Websites und Onlineshops ist die Situation derzeit vor allem eines: unangenehm, aber meist nicht kritisch. In den meisten Fällen sind weder Hosting noch Server selbst betroffen. Vielmehr scheitert die Erreichbarkeit bereits an der DNS-Auflösung.

Experten raten aktuell davon ab, vorschnell Änderungen an DNS-Einstellungen oder Nameservern vorzunehmen. Solche Eingriffe könnten zusätzliche Caching- oder Propagationsprobleme verursachen. Sinnvoller sei es, die weitere Entwicklung zunächst zu beobachten und die offiziellen Statusmeldungen der DENIC abzuwarten.

Kurzfristig dürfte die Störung weiterhin zu schwankender Erreichbarkeit einzelner Websites führen. Nutzer und Unternehmen müssen sich daher möglicherweise noch einige Stunden auf Einschränkungen einstellen.

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