Der insolvente Anbieter von Zahnputztabletten Denttabs hat einen Ausweg aus der finanziellen Krise gefunden. Künftig soll das Berliner Unternehmen in Zusammenarbeit mit der Viversus gAG operieren, einer gemeinnützigen Aktiengesellschaft unter der Leitung von Mario Bergmann. Der bisherige Denttabs-Geschäftsführer Axel Kaiser bleibt an Bord und teilt sich die Leitung mit Bergmann.
Die neue Struktur ist mehr als nur ein Rettungsplan: Über die Viversus gAG können Unterstützer Anteile im Wert von jeweils 50 Euro erwerben. Diese Mittel fließen vollständig an Denttabs und sichern so den Fortbestand des Unternehmens. Das Modell erlaubt eine direkte Beteiligung und soll gleichzeitig Projekte für Kinder und Jugendliche fördern, darunter die Grillninjas und das LUGS-Magazin.
Gemeinwohl und Partizipation im Fokus
Laut Kaiser, der die Entwicklung in einem LinkedIn-Beitrag verkündet, sei die neue Eigentümerstruktur bewusst gemeinwohlorientiert gestaltet. Viversus als gemeinnützige Aktiengesellschaft garantiert vollständige Transparenz und Mitbestimmung der Unterstützer. Im Gegenzug teilt Denttabs, das im Oktober Insolvenz anmelden musste, seine künftigen Erträge dauerhaft mit Viversus. So soll vermieden werden, dass Gewinne in Einzelinteressen fließen – stattdessen steht der gesellschaftliche Nutzen im Zentrum.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Neue Wege in der Unternehmensfinanzierung
Mit dem Einstieg von Viversus setzt Denttabs ein Zeichen für alternative Finanzierungsmodelle im Mittelstand. Das Modell erinnert an Crowdinvesting, ist aber auf langfristige Gemeinwohlwirkung ausgelegt. Die Kombination aus direkter Beteiligung, ideellem Nutzen und wirtschaftlicher Neuausrichtung könnte für andere nachhaltige Unternehmen als Vorbild dienen.


