Die Deutsche EuroShop hat im ersten Halbjahr 2025 eine insgesamt stabile Entwicklung gezeigt und dabei sowohl operative Erwartungen erfüllt als auch neue Impulse durch Investitionen und nachhaltige Finanzierungsmaßnahmen gesetzt. Zwar ging der Konzernumsatz leicht um 1,1 % auf 131,4 Mio. € zurück, doch das Konzernergebnis legte dank positiver Bewertungseffekte deutlich um 17,3 % auf 69,8 Mio. € zu.
Operative Kennzahlen im Rahmen der Erwartungen
Trotz eines leichten Besucherrückgangs von 1 % stiegen die Umsätze der Mieter in den Shoppingcentern der DES um 1,3 %. Die Mindestvertragsmieten erhöhten sich im Vorjahresvergleich leicht um 0,5 %. Im zweiten Quartal war ein positiver Trend bei Besucherfrequenz und Mieterumsätzen zu erkennen, wohingegen das erste Quartal durch kalendarische und wetterbedingte Effekte belastet war.
Das Nettobetriebsergebnis (NOI) sank auf 103,2 Mio. € (-3,0 %), das EBIT fiel um 3,2 % auf 103,9 Mio. €. Belastend wirkten einmalige Umlage- und Kosteneffekte sowie gestiegene Centeraufwendungen. Das EBT vor Bewertung belief sich auf 75,1 Mio. € und lag damit um 8,4 % unter dem Vorjahr – insbesondere durch höhere Zinsaufwendungen.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Bewertungsergebnis verbessert Ergebnis deutlich
Ein wesentlicher Ergebnishebel war das Bewertungsergebnis, das aufgrund gestiegener Vertragsmieten um 10,3 Mio. € positiv ausfiel. Damit wurde ein deutlicher Sprung im Konzernergebnis auf 69,8 Mio. € erzielt. Die operativen Finanzkennzahlen EPRA Earnings und FFO sanken jeweils auf 0,92 € bzw. 0,98 € je Aktie (Vorjahr: je 1,06 €).
Neuer Food Garden im MTZ zeigt Wirkung
Ein wichtiger Wachstumstreiber war die Eröffnung des „Food Garden“ im Main-Taunus-Zentrum bei Frankfurt am Main. Das neue Gastronomiekonzept auf 9.000 m² Fläche zog seit der Eröffnung am 10. April über 17 % mehr Besucher an. Das architektonisch moderne Areal kombiniert Nachhaltigkeit mit einem vielfältigen kulinarischen Angebot.
Green Bond stößt auf starkes Investoreninteresse
Im Juni 2025 platzierte die Deutsche EuroShop erfolgreich ihre erste grüne Unternehmensanleihe über 500 Mio. € mit einer Laufzeit bis Oktober 2030. Die siebenfache Überzeichnung der Emission unterstreicht das Vertrauen institutioneller Investoren in die ESG-Strategie und wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens. Die Anleiheerlöse sollen in nachhaltige Projekte gemäß dem Green Finance Framework fließen.
Dividende und Wechsel im Aufsichtsrat
Die Hauptversammlung Ende Juni stimmte allen Tagesordnungspunkten mit großer Mehrheit zu. Es wurde eine Dividende von 2,65 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2024 beschlossen. Zudem gab es einen Wechsel im Aufsichtsrat: Reiner Strecker schied aus, neu berufen wurde Peter M. Ballon, ein international erfahrener Immobilienexperte.
Ausblick: Stabiles Wachstum im Visier
Vorstand Hans-Peter Kneip sieht die Investitionen in Gastronomie und nachhaltige Finanzierung als Grundlage für weiteres Wachstum: „Maßnahmen wie der ‚Food Garden‘ und die grüne Anleihe stärken unsere Position nachhaltig – buchstäblich.“ Für das zweite Halbjahr rechnet das Unternehmen mit einer Fortsetzung der stabilen operativen Entwicklung.


