Die Deutschen verbringen so viel Zeit im Internet wie nie zuvor. Durchschnittlich 72 Stunden pro Woche – umgerechnet drei Tage – sind Bundesbürger laut neuer Postbank Digitalstudie 2025 online. Vor fünf Jahren lag dieser Wert noch bei 56 Stunden. Besonders internetaffin zeigen sich die 18- bis 39-Jährigen mit rund 86 Wochenstunden, während die Altersgruppe ab 40 Jahren etwa 65 Stunden online ist.
Smartphone ist das meistgenutzte Gerät
Das Smartphone ist dabei das wichtigste Gerät für den Online-Zugang: Neun von zehn Deutschen gehen mobil ins Netz, im Schnitt 26 Stunden pro Woche – ein Anstieg von rund zehn Stunden im Vergleich zu 2020. Laptops (11 Stunden) und Desktop-PCs (10 Stunden) folgen mit großem Abstand. Laut Thomas Brosch, Leiter Digitalvertrieb der Postbank, sind Messenger-Dienste, Streaming und Mobile Banking feste Bestandteile des Alltags geworden.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Messenger und soziale Medien an der Spitze
81 Prozent der Befragten nutzen regelmäßig Messenger wie WhatsApp oder Signal, 70 Prozent recherchieren gezielt Informationen oder konsumieren Nachrichten. Ebenfalls 70 Prozent sind aktiv in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Instagram. Rund die Hälfte streamt Videos auf YouTube oder Serien über andere Plattformen. Mobile Banking per App hat sich etabliert – deutlich mehr Log-ins erfolgen über Apps als über klassische Browser-Zugänge.
Mehr Onlinezeit – aber mit zunehmender Sättigung
Trotz der Rekordnutzung sehen viele Befragte keinen weiteren Bedarf, ihre Onlinezeit zu erhöhen: 72 Prozent wollen ihr aktuelles Niveau beibehalten, fast ein Fünftel plant sogar eine Reduktion. Besonders die Jüngeren (18 bis 39 Jahre) zeigen sich reflektiert – 36 Prozent möchten bewusst weniger Zeit im Netz verbringen und persönliche Kontakte stärker pflegen.
Repräsentative Basis der Studie
Die Postbank Digitalstudie 2025 basiert auf einer repräsentativen Befragung von 3.050 Personen zwischen Mai und Juni 2025. Erfasst wurden digitale Verhaltensweisen und insbesondere die Nutzung digitaler Finanzangebote. Grundlage für die Gewichtung der Ergebnisse war der Mikrozensus 2022 des Statistischen Bundesamts.


