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GS1 veröffentlicht vorläufigen Standard für den Digitalen Produktpass

GS1 DPP Digital Link an einem Produktbeispiel
Foto: GS1 Germany

Key takeaways

GS1 Germany hat einen vorläufigen Standard für den Digitalen Produktpass veröffentlicht. Dieser soll Unternehmen helfen, die EU-Vorgaben zur Produkttransparenz und Nachhaltigkeit umzusetzen. Der Standard sichert Interoperabilität, Investitionsschutz und globale Anwendbarkeit – etwa über QR-Codes oder den GS1 Digital Link.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Standardisierungsorganisation GS1 Germany hat einen vorläufigen Anwendungsstandard für den Digitalen Produktpass (DPP) vorgestellt. Ziel ist es, Unternehmen frühzeitig auf kommende EU-Vorgaben im Rahmen der Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte (ESPR) vorzubereiten. Der neue Standard bietet klare Leitlinien für die Identifikation von Produkten, Akteuren und Standorten sowie zur Nutzung geeigneter Datenträger wie QR-Codes.

Orientierung für die Wirtschaft

Ab 2027 wird der Digitale Produktpass in der EU für ausgewählte Produktgruppen Pflicht. Er soll Informationen zu Nachhaltigkeit, Reparaturfähigkeit und Recycling eines Produkts über dessen gesamten Lebenszyklus hinweg bereitstellen. Der GS1-Standard ermöglicht es, diese Anforderungen zuverlässig umzusetzen – basierend auf etablierten GS1-Standards. Das schafft nicht nur Klarheit, sondern auch Investitionssicherheit.

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Praxisnahe Umsetzbarkeit

Der „DPP Provisional Application Standard“ zeigt anhand konkreter Anwendungsbeispiele, wie Unternehmen den DPP integrieren können. Ein Elektronikhersteller kann so etwa Ersatzteile eindeutig kennzeichnen. Ein Möbelproduzent wiederum kann entscheiden, ob er QR-Codes oder RFID einsetzt – und bleibt dennoch regelkonform.

Ein zentrales Element ist der GS1 Digital Link: eine Webadresse im Barcode-Format, die nicht nur auf den digitalen Produktpass verweist, sondern auch dynamische Inhalte liefern kann – abhängig von Ort, Zeit und Endgerät.

Globale Interoperabilität

Besonderes Augenmerk liegt auf der internationalen Anschlussfähigkeit. Durch weltweit einheitlich einsetzbare Standards wie die GTIN und den GS1 Digital Link lässt sich der DPP global ohne Systembrüche integrieren. Ein Modehändler kann denselben QR-Code in Europa, Asien und den USA verwenden – ohne lokale Anpassungen.

Fortschritt auch auf EU-Ebene

Parallel dazu arbeiten die europäischen Normungsorganisationen CEN und CENELEC an einer DPP-Norm. Erste Entwürfe liegen vor und können bis Mitte September kommentiert werden. Auch hier zeigt sich: Wer sich jetzt vorbereitet, ist im Vorteil.

Zukunftssicherheit für Unternehmen

Der GS1-Standard ist zwar vorläufig, aber bereits nutzbar. Unternehmen können damit ihre Prozesse und IT-Systeme frühzeitig anpassen. Ilka Machemer von GS1 Germany betont, dass dies langfristig Investitionen schützt, während Alexander König hervorhebt, wie Unternehmen so Vertrauen schaffen und Nachhaltigkeit sichtbar machen können.

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