DoorDash hat in den USA einen Fahrer gesperrt, der mutmaßlich mithilfe eines KI-generierten Fotos eine Zustellung vortäuschte. Der Fall kam laut einem Bericht von Nexstar ans Licht, nachdem der in Austin lebende Nutzer auf X einen Beitrag veröffentlichte, in dem er schilderte, wie ein DoorDash-Fahrer eine Lieferung sofort nach Annahme als abgeschlossen markierte – inklusive eines täuschend echten, aber KI-generierten Fotos des angeblich abgelieferten Essens vor seiner Haustür.
Der Beitrag löste eine breite Diskussion aus. Der Kunde selbst räumte ein, dass der Vorfall leicht zu fälschen wäre, doch andere Nutzer meldeten ähnliche Erfahrungen mit demselben Fahrernamen, ebenfalls aus Austin. Dies deutet darauf hin, dass es sich nicht um einen Einzelfall handeln könnte.
So funktionierte der Betrug
Laut dem Nutzer könnte der Fahrer ein gehacktes Konto auf einem modifizierten Smartphone verwendet haben. DoorDash bietet Fahrern die Möglichkeit, Bilder von früheren Lieferungen einzusehen, was genutzt worden sein könnte, um ein realistisches KI-Bild zu erzeugen.
Das täuschend echte Foto suggerierte eine Lieferung an genau die richtige Adresse – doch in Wahrheit kam nie etwas an.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Konsequenzen durch DoorDash
Ein DoorDash-Sprecher bestätigte gegenüber TechCrunch, dass das Unternehmen nach einer schnellen Überprüfung das Konto des betreffenden Fahrers dauerhaft deaktiviert habe. Zudem sei sichergestellt worden, dass der betroffene Kunde entschädigt wurde. „Wir haben null Toleranz gegenüber Betrug und nutzen sowohl Technologie als auch manuelle Prüfungen, um Missbrauch auf unserer Plattform zu verhindern“, so die Stellungnahme.
Die Episode wirft ein Schlaglicht auf neue Missbrauchsmöglichkeiten durch generative KI im Alltag – selbst im scheinbar banalen Kontext von Essenslieferdiensten.


