Die DOUGLAS Group hat im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 ihren Umsatz leicht gesteigert und zugleich ihre strategische Neuausrichtung beschleunigt. Europas führender Premium-Beauty-Händler erzielte zwischen Januar und März 2026 einen Umsatz von 949,7 Millionen Euro und lag damit 1,1 Prozent über dem Vorjahreswert.
Während sich der Premium-Beauty-Markt insgesamt weiterhin stabil entwickelte, belasteten eine schwache Konsumstimmung, steigende Energiepreise und geopolitische Unsicherheiten die Profitabilität des Unternehmens. Gleichzeitig investiert die DOUGLAS Group gezielt in Omnichannel-Services, künstliche Intelligenz und exklusive Marken.
E-Commerce und Omnichannel treiben Wachstum
Das Onlinegeschäft entwickelte sich im zweiten Quartal stärker als das stationäre Filialgeschäft. Der E-Commerce-Umsatz stieg um 2,4 Prozent, während die stationären Umsätze lediglich um 0,5 Prozent zulegten.
Besonders dynamisch entwickelten sich die kanalübergreifenden Services wie Click & Collect Express. Diese sogenannten Cross-Channel-Angebote legten um knapp 30 Prozent zu und erreichten inzwischen rund fünf Prozent des Konzernumsatzes.
Auch das Kundenbindungsprogramm Beauty Card entwickelte sich weiter positiv. Mehr als 64 Millionen Kundinnen und Kunden nutzen inzwischen das Treueprogramm der Gruppe. In vielen Märkten generieren Bestandskunden rund 80 Prozent des Umsatzes.
Zusätzlich investiert das Unternehmen verstärkt in KI-basierte Services. In Deutschland startet DOUGLAS im Mai einen AI Beauty Advisor Chatbot für Online-Shop und App. Der Konzern erwartet dadurch positive Effekte auf Kundenzufriedenheit, Warenkorbgröße und Conversion Rate.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Exklusivmarken gewinnen strategisch an Bedeutung
Einen wichtigen Wachstumstreiber sieht die DOUGLAS Group in exklusiven Marken und Eigenmarken. Diese trugen im laufenden Geschäftsjahr bereits mehr als zwei Drittel zum gesamten Umsatzzuwachs bei und erzielen zugleich höhere Margen als das übrige Sortiment.
Zu den wichtigsten Neueinführungen zählen unter anderem die Kosmetikmarke „about-face“ von Sängerin Halsey, die Parfümmarke „Orebella“ von Bella Hadid sowie die Haarpflegemarke „Lolavie“ von Jennifer Aniston.
Exklusiv- und Eigenmarken machten im zweiten Quartal bereits fast 15 Prozent des Konzernumsatzes aus und sollen die Differenzierung im zunehmend wettbewerbsintensiven Beauty-Markt weiter stärken.
Wertberichtigungen belasten Ergebnis
Trotz steigender Umsätze sank das bereinigte EBITDA um 5,1 Prozent auf 116,1 Millionen Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge lag bei 12,2 Prozent nach 13,0 Prozent im Vorjahr.
Das Nettoergebnis wurde zusätzlich durch hohe Wertminderungen belastet. Insgesamt verbuchte das Unternehmen Abschreibungen in Höhe von 113,5 Millionen Euro auf Goodwill und weitere Vermögenswerte. Betroffen waren insbesondere das Frankreich-Geschäft NOCIBÉ sowie die Onlineplattformen Parfumdreams und Niche Beauty.
Der Nettoverlust im zweiten Quartal belief sich dadurch auf 124,6 Millionen Euro. Bereinigt lag der Verlust bei 10 Millionen Euro und damit leicht unter dem Vorjahreswert.
DOUGLAS passt Expansion und Prognose an
Im Zuge der strategischen Neuausrichtung reduziert die DOUGLAS Group künftig das Tempo bei Neueröffnungen und verlagert Investitionen stärker in digitale Angebote und Technologie.
Zum Ende des Quartals betrieb der Konzern europaweit 1.970 Filialen. Gleichzeitig sollen bis Ende Juni zehn der insgesamt 18 Parfümerie-Akzente-Filialen in Deutschland geschlossen werden, um die Marke Parfumdreams konsequenter als Onlineanbieter zu positionieren.
Bereits Ende April hatte das Unternehmen seine Jahresprognose angepasst. Für das Geschäftsjahr 2025/26 erwartet die DOUGLAS Group nun einen Umsatz am unteren Ende der bisherigen Zielspanne von 4,65 bis 4,80 Milliarden Euro sowie eine bereinigte EBITDA-Marge von rund 16 Prozent.




