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Laut gegen Nazis und JvM stoppen bekannten Merchandise-Shop Druck18

Symbolik zu verbrannter Merchandise von Rechtsextremen
Foto: Laut gegen Nazis e.V.

Key takeaways

Laut gegen Nazis e.V. und Jung von Matt haben die Markenrechte am rechtsextremen Onlineshop „Druck18“ gesichert. Damit wollen die Initiatoren den kommerziellen Betrieb unterbinden und rechte Strukturen schwächen. Die Aktion ist Teil der preisgekrönten Kampagne „Recht gegen Rechts“ und zeigt die Wirksamkeit juristischer Mittel gegen Extremismus.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Initiative „Recht gegen Rechts“ von Laut gegen Nazis e.V. und der Agentur Jung von Matt hat einen weiteren Schlag gegen die rechte Szene geführt. Gemeinsam sicherten sich die Initiatoren die Markenrechte am Namen „Druck18“, der bislang für den größten rechtsextremen Onlineshop Deutschlands stand. Wie der Verein heute mitteilt, sei es das Ziel, die kommerzielle Nutzung des Namens zu unterbinden und so einen zentralen Vertriebskanal für rechtsextreme Propaganda zu schwächen.

„Druck18“ gilt seit Jahren als Symbol des Nazi-Merchandise. Der Shop vertreibt hunderte Artikel mit rassistischen, antisemitischen und revisionistischen Inhalten. Codes wie „HKNKRZ“ oder „HTLR“ tarnen sich als provokanter Humor, dienen aber in Wahrheit als Erkennungszeichen und Einnahmequelle der Szene.

Markenrechte als Waffe gegen Extremismus

Mit der Eintragung von „Druck18“ als Marke setzt die Initiative eine bereits erprobte Strategie fort. „Wir haben gezeigt, dass man Nazis dort trifft, wo es ihnen am meisten wehtut – beim Geld“, erklärt Jörn Menge, Gründer von Laut gegen Nazis e.V. Durch die Sicherung ganzer Namen anstelle einzelner Codes intensiviert sich der Druck: Shops, die markenrechtlich geschützte Begriffe weiter nutzen, riskieren Unterlassungsklagen und Schadensersatzforderungen.

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Frühe Erfolge und neue Perspektiven

Bereits zuvor mussten rechtsextreme Shops wie „Enness“ nach markenrechtlichen Eingriffen ihren Betrieb einstellen. Die Sicherung von „Druck18“ bedeutet nun eine strategische Erweiterung: Statt nur Symbole zu blockieren, werden ganze Strukturen juristisch angegriffen. Philip Schlaffer, ein Ex-Neonazi und früherer Betreiber eines solchen Shops, bewertet diesen Ansatz als wirksam: „Wer den Vertrieb stört, entzieht der Szene Geld, Reichweite und Identifikationsmöglichkeiten.“

Die Kampagne „Recht gegen Rechts“, die Jung von Matt seit zwei Jahren als Kreativpartner begleitet, kombiniert kreative Aktionen mit juristischen Mitteln und ist dafür bereits international ausgezeichnet worden. Mit der Sicherung von „Druck18“ setzt die Initiative ein deutliches Signal, dass wirtschaftlicher Druck ein wirksames Mittel gegen extremistische Strukturen sein kann.

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