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Tätigkeitsbericht 2024: DSC legt Zahlen und Maßnahmen vor

Digital Services Coordinator Logo der Bundesnetzagentur
Foto: Bundesnetzagentur

Key takeaways

Der Tätigkeitsbericht 2024 des DSC zeigt: 884 Beschwerden gingen ein, 53 Anordnungen wurden übermittelt, vier Verfahren eingeleitet. Die Zusammenarbeit mit EU-Institutionen intensivierte sich, während erste Zertifizierungen von Streitbeilegungsstellen und Hinweisgebern erfolgten.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Im Februar 2024 trat der Digital Services Act (DSA) vollständig in Kraft. Der Tätigkeitsbericht 2024 der Koordinierungsstelle für digitale Dienste (DSC) bei der Bundesnetzagentur liefert nun einen umfassenden Überblick über Beschwerden, Aufsichtstätigkeiten und die Zusammenarbeit mit europäischen Institutionen.

Beschwerden und Verfahren

Über das Beschwerdeportal des DSC gingen 2024 insgesamt 884 Eingaben ein, davon 824 nach Art. 53 DSA. Zusätzlich erreichten die Behörde 336 weitere Beschwerden per Fax, E-Mail oder Post. Ein Teil der Vorgänge betraf Datenschutz, Betrug im Onlinehandel oder Rufnummernmissbrauch. Zwei Beschwerden wurden an Landesmedienanstalten weitergeleitet, 87 an DSCs anderer EU-Staaten.

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Anordnungen nach dem DSA

Den DSC erreichten 2024 insgesamt 53 Anordnungen – 52 nach Art. 9 DSA und eine nach Art. 10 DSA. Davon stammten 51 aus den Landesmedienanstalten, die Verstöße gegen den Jugendmedienschutzstaatsvertrag monierten. Zusätzlich wurden mehr als 4.000 informelle Hinweise zu rechtswidrigen Inhalten ausgesprochen.

Ressourcen und Personal

Zum Jahresende 2024 beschäftigte der DSC 20 Personen. Der Haushalt 2025 sieht 47,8 Planstellen vor, ergänzt um Mittel für IT, Forschung und Fortbildungen. Die Landesmedienanstalten, die BfDI und die Kinderschutz-Stelle KidD nutzen bestehende Strukturen, wobei die KidD inzwischen auf acht Mitarbeitende angewachsen ist.

Aufsicht und Verstöße

Der DSC leitete vier Verwaltungsverfahren wegen möglicher Verstöße ein, darunter fehlerhafte Beschwerdesysteme und fehlende gesetzliche Vertreter. Ein Verfahren konnte durch Nachbesserungen bereits abgeschlossen werden. Die KidD meldete 22 mögliche Verstöße, die BfDI keine.

Europäische Zusammenarbeit

Im Jahr 2024 fand die Arbeit im European Board of Digital Services (EBDS) ihren organisatorischen Rahmen. Der DSC beteiligte sich an zehn Sitzungen, mehreren Arbeitsgruppen und lieferte Beiträge zu Verfahren der EU-Kommission gegen Plattformen wie TikTok, AliExpress und Temu.

Zertifizierungen und neue Verfahren

Erste Zertifizierungen von Streitbeilegungsstellen und vertrauenswürdigen Hinweisgebern erfolgten 2024: Die User Rights GmbH erhielt eine Zertifizierung als Streitbeilegungsstelle, die Meldestelle REspect! als vertrauenswürdiger Hinweisgeber. Zudem rückte der Forschungsdatenzugang stärker in den Fokus, begleitet durch Konsultationen mit Wissenschaft und EU-Institutionen.

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