Einkaufen in Deutschland wird zunehmend von digitalen Innovationen geprägt. Laut der aktuellen GfK-Studie „Mastercard Payment Pulse 2025“ zeigt sich ein wachsendes Interesse der Konsumenten an KI-gestütztem Shopping, kassenlosem Bezahlen und biometrischer Authentifizierung. Besonders auffällig: 39 Prozent der Deutschen können sich vorstellen, beim Onlinekauf auf KI-Agenten zu setzen – bei den 30- bis 39-Jährigen sogar 56 Prozent.
Agentic Commerce: Mastercard setzt auf KI-basierte Zahlung
Mit „Agent Pay“ hat Mastercard eine Plattform entwickelt, die KI-Agenten sicher in bestehende Bezahlsysteme einbindet. Ziel ist es, Zahlungen zu automatisieren, ohne dabei die Sicherheit zu gefährden. Erste Transaktionen über KI-Agenten wurden bereits erfolgreich über das Mastercard-Netzwerk abgewickelt. Damit positioniert sich das Unternehmen als Vorreiter einer Entwicklung, die laut Studie mittelfristig Normalität werden könnte: 26 Prozent der Befragten erwarten, dass Einkäufe künftig von KI durchgeführt werden. Auch virtuelle Avatare zur Kundenberatung gewinnen an Relevanz – jeder Fünfte rechnet mit ihrem Einsatz im Alltag.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Grab & Pay: Einkaufen ohne Kasse
Kassenlose Konzepte wie Grab & Pay stoßen zunehmend auf Akzeptanz. 37 Prozent der Deutschen finden die Vorstellung attraktiv, dass Einkäufe automatisch per Gesichtserkennung zugeordnet und bezahlt werden. In der Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen liegt die Zustimmung sogar bei 51 Prozent. Bereits heute hat ein Drittel der Konsumenten biometrische Merkmale wie Fingerabdruck oder Gesichtserkennung beim Bezahlen genutzt. Der Trend ist deutlich: Vor drei Jahren waren es nur 26 Prozent – heute liegt die Zahl bei 33 Prozent, in der Generation Z sogar bei 52 Prozent.
Digitale Zahlungsformen sind Standard
Digitale und kontaktlose Zahlungsmethoden haben sich flächendeckend durchgesetzt. 69 Prozent der Bevölkerung nutzen Karte oder Smart Device; unter den Jüngeren (18–29 Jahre) sogar 84 Prozent. Ein Drittel der Verbraucher zahlt inzwischen mit Smartphone oder Smartwatch – bei den unter 30-Jährigen liegt der Anteil bei 57 Prozent. Die Vorteile sehen die Befragten vor allem in Geschwindigkeit (59 Prozent) und einfacher Handhabung (51 Prozent).
Akzeptanz digitaler Kassenlösungen steigt
Selbstbedienungskassen sind für 77 Prozent der Deutschen akzeptabel. Dabei legen die Kunden Wert auf Funktionen wie das Scannen des gesamten Warenkorbs (35 Prozent), einfache Bedienung (32 Prozent) und automatische Altersverifikation (21 Prozent). Auch ökologische Aspekte gewinnen an Bedeutung: 26 Prozent wünschen sich Bezahlkarten aus umweltfreundlichen Materialien.
Junge Zielgruppen als Innovationstreiber
Besonders in der Generation Z ist die Erwartung an digitale Bezahloptionen hoch: 96 Prozent fordern solche Angebote, 66 Prozent haben bereits Geschäfte verlassen, die keine digitalen Zahlungsmethoden anboten. Insbesondere in kleinen Läden, auf Wochenmärkten oder bei Großveranstaltungen besteht laut Studie Nachholbedarf.


