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Einzelhandel auf EU-Ebene: Kaum Bewegung, teils starke Ausreißer

Einkaufswagen auf einer verschneiten Straße als Symbol der geringen Konsumlust zu Jahresbeginn 2024
Foto: Al Gг / Pixabay

Key takeaways

Im Oktober 2025 blieb das Einzelhandelsvolumen in der EU und im Euroraum stabil, zeigt aber im Jahresvergleich ein moderates Wachstum. Während Lebensmittel und Kraftstoffe leicht zulegten, sank der Nicht-Nahrungsmittelsektor. Starke nationale Unterschiede prägten das Bild.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Im Oktober 2025 blieb das saisonbereinigte Einzelhandelsvolumen in der EU und im Euroraum im Vergleich zum Vormonat stabil. Nach Angaben von Eurostat, dem Statistikamt der Europäischen Union, konnten damit die leichten Zuwächse aus dem September nicht fortgesetzt werden. Damals war das Volumen im Euroraum um 0,1 % und in der EU um 0,2 % gestiegen.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat Oktober 2024 zeigt sich allerdings ein klar positives Bild: Der kalenderbereinigte Einzelhandelsindex legte im Euroraum um 1,5 % zu, in der gesamten EU um 1,6 %.

Nahrungsmittel treiben die Entwicklung leicht an

Eine genauere Betrachtung der Sektoren zeigt: Im Euroraum stieg das Einzelhandelsvolumen im Oktober gegenüber dem Vormonat bei Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren um 0,3 %. Auch bei Kraftstoffen an Tankstellen wurde ein Plus von 0,3 % registriert. Rückläufig war hingegen der Nicht-Nahrungsmittelsektor (ohne Kraftstoffe), der um 0,2 % sank.

In der EU insgesamt fiel das Bild ähnlich aus, wobei der Anstieg bei Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren mit +0,4 % sowie bei Kraftstoffen mit +0,5 % etwas stärker ausfiel. Auch hier verzeichnete der Nicht-Nahrungsmittelsektor einen Rückgang um 0,2 %.

Auf Länderebene zeigten sich deutliche Unterschiede. Die stärksten monatlichen Zuwächse wurden in Luxemburg (+3,6 %), Estland (+1,7 %) und Kroatien (+1,4 %) gemeldet. Demgegenüber standen Rückgänge unter anderem in Belgien (-1,3 %), Österreich (-0,6 %) sowie Irland und Schweden (jeweils -0,4 %).

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Jahresvergleich zeigt robustere Entwicklung

Im Jahresvergleich fällt das Bild wesentlich positiver aus. Im Euroraum legte der Einzelhandel bei Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren um 0,9 % zu. Der Nicht-Nahrungsmittelsektor wuchs um 2,1 %, der Bereich Kraftstoffe um 1,8 %.

In der EU insgesamt stiegen die Umsätze bei Lebensmitteln um 0,5 %, im Nicht-Nahrungsmittelsektor um 2,4 % und bei Kraftstoffen sogar um 2,6 %.

Die stärksten Zuwächse unter den Mitgliedstaaten im Jahresvergleich erzielten Zypern (+9,9 %), Bulgarien (+7,4 %) und Malta (+6,2 %). Auf der anderen Seite standen Rückgänge in Luxemburg (-0,8 %), Österreich (-0,6 %) und Belgien (-0,1 %).

Insgesamt zeigen die Zahlen für Oktober 2025 eine Seitwärtsbewegung im Monatsvergleich, während der längerfristige Trend in Richtung moderatem Wachstum weist – mit teils deutlichen nationalen Unterschieden.

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