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Einzelhandel startet schwach ins Jahr – Umsatz erneut rückläufig

Mann und Frau beim Mode-Einkaufen
Foto: Sam Lion / Pexels

Key takeaways

Der Statistisches Bundesamt meldet erneut sinkende Umsätze im Einzelhandel. Während der Lebensmittelhandel deutlich schwächelt, zeigen Non-Food und Onlinehandel leichte Zuwächse – ein Zeichen für die weiterhin verhaltene Konsumstimmung.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Der deutsche Einzelhandel ist auch im Februar 2026 nicht auf Wachstumskurs. Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes verzeichnete die Branche im Vergleich zum Vormonat erneut einen Umsatzrückgang – ein weiteres Signal für die anhaltend verhaltene Konsumstimmung.

Zweiter Rückgang in Folge

Preisbereinigt sanken die Umsätze im Februar gegenüber Januar um 0,6 Prozent, nominal lag das Minus bei 0,7 Prozent. Bereits im Januar hatte der Einzelhandel einen deutlichen Rückgang hinnehmen müssen, der nachträglich sogar stärker ausfiel als zunächst angenommen. Damit setzt sich die schwache Entwicklung zu Jahresbeginn fort.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat ergibt sich allerdings ein moderates Plus: Real legten die Umsätze um 0,7 Prozent zu, nominal um 1,6 Prozent. Dies deutet darauf hin, dass sich der Einzelhandel im längerfristigen Vergleich stabiler zeigt, kurzfristig jedoch unter Druck steht.

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Lebensmittelhandel deutlich im Minus

Besonders stark betroffen ist der Lebensmitteleinzelhandel. Hier gingen die Umsätze im Februar gegenüber dem Vormonat real um 1,4 Prozent zurück, nominal sogar um 1,9 Prozent. Im Jahresvergleich ergibt sich lediglich ein minimales reales Wachstum von 0,1 Prozent.

Die Zahlen verdeutlichen, dass gerade im Bereich der Grundversorgung Zurückhaltung beim Konsum spürbar ist – ein Hinweis auf die weiterhin angespannte Kaufkraft vieler Haushalte.

Non-Food-Segment stabilisiert sich

Deutlich robuster zeigt sich hingegen der Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln. Hier konnten die Umsätze im Februar gegenüber dem Vormonat sowohl real als auch nominal um jeweils 0,7 Prozent zulegen. Auch im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich ein solides Wachstum.

Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass Konsumenten selektiv wieder mehr Geld für bestimmte Warengruppen ausgeben, während sie bei alltäglichen Ausgaben stärker sparen.

Onlinehandel wächst weiter

Der Internet- und Versandhandel setzt seinen Wachstumskurs fort. Gegenüber Januar stiegen die Umsätze real um 0,6 Prozent, nominal um 0,7 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr fällt das Plus noch deutlicher aus.

Damit bestätigt sich der strukturelle Trend hin zum Onlinehandel, der weiterhin Marktanteile gewinnt und sich als stabiler Wachstumstreiber innerhalb des Einzelhandels erweist.

Verhaltener Jahresauftakt für den Handel

Insgesamt zeigt sich ein gemischtes Bild: Während einzelne Segmente wie Non-Food und E-Commerce zulegen, belasten schwache Lebensmittelumsätze und die insgesamt rückläufige Monatsentwicklung die Branche. Der Jahresstart fällt damit verhalten aus – und unterstreicht die Unsicherheit im Konsumverhalten der Verbraucher.

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