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Umsatz der Ernährungsindustrie steigt im In- und Ausland

Ernaehrung LEH Lebensmittel
Foto: Kaboompics / Pexels

Key takeaways

Die deutsche Ernährungsindustrie erzielte im September 2025 ein kräftiges Umsatzplus im In- und Ausland. Während sich Rohstoff- und Energiepreise gemischt entwickelten, bleibt das Geschäftsklima angespannt. Auch das Konsumklima zeigt nur leichte Erholungstendenzen. Die Branche bleibt ein zentraler wirtschaftlicher Faktor mit starker Mittelstands- und Exportbasis.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die deutsche Ernährungsindustrie hat zuletzt einen deutlichen Umsatzzuwachs verzeichnet. Preisbereinigt stiegen die Erlöse im September 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 3,1 Prozent, wobei das Auslandsgeschäft mit einem Plus von 3,3 Prozent leicht stärker zulegte als das Inland (+3,0 %). Insgesamt erwirtschaftete die Branche laut Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie e.V. (BVE) einen nominalen Umsatz von 20,9 Milliarden Euro – ein Anstieg von 6,8 Prozent im Jahresvergleich. Dabei entfielen 13 Milliarden Euro auf das Inland und 7,9 Milliarden Euro auf den Export. Während sich auch die Ausfuhrpreise (+4,0 %) und Inlandsverkaufspreise (+3,3 %) verteuerten, zeigte der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex nur ein leichtes Plus von 0,4 Prozent.

Agrarrohstoffe unter Druck, Rinderpreise steigen deutlich

Die Preisentwicklung auf den Rohstoffmärkten bleibt weiterhin ein entscheidender Faktor für die Branche. Der FAO Food Price Index, ein globaler Frühindikator für Nahrungsmittelpreise, sank im November auf 125,1 Punkte – ein Rückgang um 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders stark fiel der Zuckerpreis (-5,9 %), während der Getreidepreis leicht anzog (+1,8 %).

Auf nationaler Ebene sanken die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte im September um 2,8 Prozent gegenüber dem Vormonat. Im Jahresvergleich lagen sie 1,7 Prozent niedriger, was allerdings weiterhin rund 30 Prozent über dem Niveau von Anfang 2020 liegt. Bei pflanzlichen Erzeugnissen war ein Rückgang von 10,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu verzeichnen, mit starken Ausschlägen etwa bei Speisekartoffeln (-41,8 %) und einem Anstieg bei Champignons (+11,2 %). Tierische Produkte verzeichneten hingegen einen Preisanstieg von 3,3 Prozent im Jahresvergleich, insbesondere der Preisindex für Rinder stieg deutlich um 36,9 Prozent.

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Energiepreise gemischt – Geschäftsklima bleibt angespannt

Auch auf dem Energiemarkt gab es Bewegung: Während die Preise für Erdgas leicht um 0,4 Prozent fielen und Rohöl um 4,2 Prozent günstiger wurde, verteuerte sich Braunkohle um 6,1 Prozent. Trotz rückläufiger Preise liegen die Erzeugerpreise für Erdgas weiterhin rund 162 Prozent über dem Niveau von Anfang 2020.

Das Geschäftsklima in der Ernährungsindustrie trübte sich im November weiter ein. Der ifo-Geschäftsklimaindex sank auf 85,4 Punkte – ein Rückgang um 9 Punkte gegenüber dem Vormonat. Auch die Erwartungen für die kommenden sechs Monate verschlechterten sich deutlich: Nur 13,6 Prozent der befragten Unternehmen rechnen mit einer Verbesserung der Lage, während 43 Prozent eine Verschlechterung erwarten.

Konsumklima schwach, aber stabil

Das GfK-Konsumklima verharrt auf niedrigem Niveau. Im November lag der Index bei minus 24,1 Punkten, für Dezember wird eine leichte Verbesserung auf minus 23,2 Punkte erwartet. Die Verbraucherpreise stiegen im Oktober nur moderat: Lebensmittel und alkoholfreie Getränke verteuerten sich um 0,1 Prozent zum Vormonat, im Jahresvergleich lag der Anstieg bei 2,1 Prozent.

Die deutsche Ernährungsindustrie bleibt ein wirtschaftliches Schwergewicht: Mit knapp 6.000 Betrieben und rund 658.000 Beschäftigten ist sie der viertgrößte Industriezweig des Landes. Rund 90 Prozent der Unternehmen sind dem Mittelstand zuzuordnen, und eine Exportquote von 36 Prozent unterstreicht die internationale Wettbewerbsfähigkeit.

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