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Beauty-Konzern Estée Lauder rutscht 2025 tief in die roten Zahlen

Mehrere Produkte von Marken von Estee Lauder Companies
Foto: Estée Lauder Companies

Key takeaways

Estée Lauder verzeichnet im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatzrückgang von acht Prozent auf 14,3 Milliarden US-Dollar. Hauptursachen sind die Flaute im asiatischen Reisehandel und schwache Nachfrage in China. Besonders Hautpflege und Makeup litten, während Luxusparfums zulegten. Der Konzern rutschte tief in die Verlustzone.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Estée Lauder hat im Geschäftsjahr 2025 deutliche Einbußen hinnehmen müssen. Der Umsatz sank um acht Prozent auf 14,3 Milliarden US-Dollar (rund 13,2 Mrd. Euro), das operative Ergebnis rutschte mit 785 Millionen US-Dollar (rund 725 Mio. Euro) ins Minus. Belastet wurde die Bilanz vor allem durch Wertberichtigungen und schwaches Geschäft in Asien.

Hautpflege unter Druck

Das Kerngeschäft mit Hautpflegeprodukten verzeichnete ein Minus von zwölf Prozent. Besonders Estée Lauder und La Mer litten unter der schwachen Nachfrage chinesischer Konsumenten und der Flaute im asiatischen Reisehandel. Händler reduzierten ihre Bestellungen, da sie auf profitablere Duty-Free-Modelle setzten. La Mer profitierte im zweiten Halbjahr zwar von erfolgreichen Produkteinführungen wie The Night Recovery Concentrate, insgesamt reichte dies jedoch nicht, um den Rückgang auszugleichen.

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Makeup schwächelt trotz neuer Produkte

Im Bereich Makeup gingen die Erlöse um fünf Prozent zurück. M·A·C, Bobbi Brown und Too Faced verloren deutlich Marktanteile, während Clinique dank innovativer Produkte und einer stärkeren Präsenz auf Amazon zulegen konnte. Die Ergebnisentwicklung wurde zusätzlich durch Abschreibungen auf TOM FORD und Too Faced sowie durch Kosten im Zusammenhang mit Vergleichen in Talcum-Klagen belastet.

Duftgeschäft stabil, Haarpflege schwach

Das Duftsegment blieb stabil: Luxusmarken wie Le Labo und Kilian Paris legten zweistellig zu, konnten aber die Schwäche von TOM FORD Fragrance und traditionellen Marken wie Clinique Happy nicht vollständig kompensieren. Haarpflegeprodukte wie Aveda und Bumble and bumble verzeichneten zweistellige Rückgänge, die auch durch Online-Zuwächse nicht aufgefangen wurden.

Regionale Entwicklung

In allen Weltregionen gingen die Umsätze zurück. Besonders stark traf es Europa, den Mittleren Osten und Afrika mit einem Rückgang von 13 Prozent. In Asien/Pazifik lag das Minus bei sieben Prozent, getrieben durch die schwierige Lage in China. In Nordamerika betrug der Rückgang drei Prozent, wobei die Ausweitung des Geschäfts über Amazon teilweise stabilisierend wirkte.

Ausblick

Im vierten Quartal beschleunigte sich der Umsatzrückgang auf 13 Prozent, was auf die nochmals schwächere Entwicklung im globalen Reisehandel und die Kaufzurückhaltung in China zurückzuführen war. Der Konzern will mit seinem Profit Recovery and Growth Plan gegensteuern, bleibt aber in einem herausfordernden Marktumfeld.

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