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EU-Ausschuss fordert fairen Wettbewerb mit Drittstaatenhändlern

Die Apps Temu und Shein auf einem Smartphone dargestellt
Foto: Shutterstock / Ascannio

Key takeaways

Der Handelsverband Deutschland begrüßt die Stellungnahme des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses, die konkrete Maßnahmen gegen unlauteren Wettbewerb durch Drittstaatenhändler wie Shein und Temu fordert. Der Bericht adressiert Probleme bei Produktsicherheit, Nachhaltigkeit und Verbraucherrechten und wurde nun an die EU-Kommission übermittelt.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Unterstützung des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses (EWSA) für mehr Fairness im Wettbewerb mit Händlern aus Drittstaaten findet beim Handelsverband Deutschland (HDE) große Zustimmung. Der Ausschuss hat in der vergangenen Woche eine Stellungnahme verabschiedet, die klare Maßnahmen gegen ungleiche Wettbewerbsbedingungen vorschlägt.

Massive Marktpräsenz chinesischer Plattformen

Insbesondere E-Commerce-Anbieter wie Shein und Temu drängen mit enormem Paketaufkommen auf den europäischen Markt. Nach aktuellen Schätzungen gelangen derzeit täglich rund 400.000 Sendungen dieser Plattformen nach Deutschland. EU-weit wurden im Jahr 2024 insgesamt 4,6 Milliarden Pakete mit geringem Warenwert gezählt – eine Verdreifachung gegenüber 2022. Für 2025 werden sogar sechs Milliarden erwartet. Über 91 Prozent der Pakete mit einem Wert unter 150 Euro stammen laut HDE aus China.

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HDE fordert entschlossenes politisches Handeln

Für HDE-Geschäftsführerin Antje Gerstein ist die EWSA-Stellungnahme ein deutliches Signal an Politik und Behörden. Es bestehe akuter Handlungsbedarf, da der faire Wettbewerb durch bestehende Regelungslücken gefährdet sei. Zwar habe die EU-Kommission bereits im Februar 2025 ein Maßnahmenpaket für sicheren und nachhaltigen Online-Handel vorgestellt, doch mangele es der Initiative an Tempo und Verbindlichkeit.

Klare Maßnahmen gefordert

Der Bericht des EWSA enthält konkrete Vorschläge für kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen. Dazu zählen strengere Kontrollen, die konsequente Anwendung bestehender Vorschriften sowie harmonisierte Regelungen auf europäischer Ebene. Ziel ist es, unlauteren Wettbewerb, Steuervermeidung und Verstöße gegen EU-Standards bei Produktsicherheit, Nachhaltigkeit und Verbraucherrechten wirksam zu bekämpfen.

Signalwirkung auf EU-Politik

Der EWSA-Bericht wurde inzwischen an die Europäische Kommission übermittelt. Gerstein betont, dass dieser Appell auch das Europäische Parlament und die Bundesregierung in die Pflicht nimmt: „Europa muss jetzt geschlossen und konsequent handeln, um faire Wettbewerbsbedingungen für den europäischen Handel zu sichern.“

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