Die jüngste Eurobarometer-Umfrage belegt: Eine große Mehrheit der EU-Bürger steht hinter der Europäischen Union und wünscht sich, dass sie in zentralen Politikfeldern entschlossener handelt. 74 Prozent der Befragten sehen klare Vorteile in der EU-Mitgliedschaft ihres Landes, und fast ebenso viele empfinden sich als EU-Bürger.
Vertrauen in Euro und gemeinsame Verteidigungspolitik wächst
Die Zustimmung zur gemeinsamen Währung erreicht mit 74 Prozent in der EU und 82 Prozent im Euroraum neue Höchststände. Auch in geopolitisch angespannten Zeiten gewinnt die Idee einer gemeinsamen Verteidigungs- und Sicherheitspolitik an Rückhalt: 79 Prozent sprechen sich dafür aus – der zweithöchste Wert seit 2004.
Ein stabiler Frieden in Europa bleibt für die Mehrheit der Menschen das wichtigste kurzfristige Ziel. 42 Prozent halten ihn für die wirkungsvollste Maßnahme, um das Leben der Bürger positiv zu beeinflussen. Danach folgen Beschäftigung (26 Prozent), Versorgungssicherheit (25 Prozent) und die Kontrolle irregulärer Migration (24 Prozent).
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Starke Unterstützung für wirtschaftliche Eigenständigkeit und Ukraine-Hilfe
Ein deutliches Signal senden die Befragten auch in Richtung wirtschaftlicher Unabhängigkeit: 83 Prozent wünschen sich, dass die EU ihre Handelsbeziehungen diversifiziert. Zwei Drittel sehen die EU als Stabilitätsanker in einer instabilen Welt.
Die Unterstützung für die Ukraine bleibt stabil: 81 Prozent befürworten die Aufnahme Geflüchteter, 77 Prozent stehen hinter finanzieller und humanitärer Hilfe. Wirtschaftssanktionen gegen Russland finden bei 73 Prozent Zustimmung. Ebenso gibt es Rückhalt für den EU-Kandidatenstatus der Ukraine (59 Prozent) und die militärische Unterstützung durch die EU (57 Prozent).
Prioritäten beim EU-Haushalt
In der Budgetverteilung sehen die Bürger Beschäftigung, soziale Themen und Gesundheit (42 Prozent) als wichtigste Ausgabenbereiche, gefolgt von Bildung und Kultur (36 Prozent) sowie Verteidigung und Sicherheit (35 Prozent).
Trotz geteilter Wahrnehmung der wirtschaftlichen Lage – jeweils 46 Prozent bewerten sie als gut oder schlecht – gehen 49 Prozent davon aus, dass sich daran in den kommenden zwölf Monaten wenig ändern wird.


