Ferrero hat von der Europäischen Kommission die Genehmigung zur vollständigen Übernahme der französischen Süßwarenfirma CPK SAS erhalten. Die Kommission stellte keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken fest, da die Marktüberschneidungen begrenzt sind und weiterhin ausreichend Wettbewerb herrscht.
CPK stärkt Ferreros Markenportfolio
CPK vertreibt bekannte Marken wie Carambar, Lutti, Poulain und Terry’s. Der Zukauf erfolgt über Ferreros Tochter Ferrara Candy Company und wurde zuvor bereits durch exklusive Gespräche bekannt. Verkäufer ist die Beteiligungsgesellschaft Eurazeo. Die neue Konstellation bietet Ferrero eine strategische Erweiterung seiner Marktposition in Europa – besonders im Segment Zucker- und Schokoladewaren.
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Wachstumsperspektiven und Standortbindung
Für CPK eröffnet sich mit der Integration in einen globalen Konzern die Chance auf weiteres Wachstum und Internationalisierung. Zugleich betont Ferrero den Erhalt der französischen Produktionsstandorte in Bondues, Saint-Genest, Strasbourg und Vichy. Dies unterstreicht die Bedeutung lokaler Verankerung trotz internationaler Expansion.
Wettbewerbsrechtlich unbedenklich
Die EU-Kommission argumentierte, dass Ferrero und CPK bislang nicht als direkte Wettbewerber agierten. Auch nach dem Zusammenschluss seien ausreichend Alternativen im Handel vorhanden, insbesondere durch Eigenmarken. Die Gefahr einer marktbeherrschenden Stellung gegenüber dem Einzelhandel sei nicht gegeben. Die formale Anmeldung erfolgte am 19. September 2025.
Signal für die Branche
Der Deal ist Teil eines übergeordneten Trends: Große Konzerne nutzen Übernahmen, um ihre Wettbewerbsposition durch Markenvielfalt und Skaleneffekte zu verbessern. Selbst in einem weit entwickelten Markt wie dem der Süßwaren bleibt Konsolidierung ein Mittel zur Differenzierung.


