Öffnen, scrollen, pausieren, weitermachen – der digitale Einkauf ist zu einem flexiblen Begleiter im Alltag geworden. Eine neue Auswertung von Flink zeigt, wie Deutschland tatsächlich einkauft: vom ersten Klick bis zur letzten Ergänzung im Warenkorb. Dabei wird deutlich, dass klassische Einkaufsroutinen zunehmend durch spontane, mobile Einkaufsprozesse ersetzt werden.
Beliebte Produkte und Einkaufsgrößen
Der Einstieg in den digitalen Einkauf beginnt überraschend oft mit Obst: Fünf Bananen sind das am häufigsten zuerst ausgewählte Produkt, gefolgt von der sogenannten „Rettertüte“ und 250 Gramm Cherrytomaten. Auch Gemüse-Maultaschen zählen zu den bevorzugten Einstiegsartikeln. Durchschnittlich umfasst ein Warenkorb 17 Artikel bei einem Einkaufswert von rund 45 Euro. Samstags steigt die Zahl der Produkte auf über 18.
Im Jahr 2025 waren Cherrytomaten das meistgekaufte Produkt auf Flink – keine andere Ware landete häufiger im digitalen Einkaufskorb. Gleichzeitig ist „Eier“ der am häufigsten eingegebene Suchbegriff, was laut Flink-Geschäftsführer Lucas Rietz ihre Rolle als Grundnahrungsmittel unterstreicht.
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Einkaufsverhalten zwischen Routine und Spontaneität
Während etwa 35 Prozent der Nutzer gezielt nach Produkten suchen, lassen sich die übrigen von den Kategorien der App leiten. Im Schnitt braucht es 27 Klicks, um einen Einkauf abzuschließen – wobei der gesamte Prozess häufig unterbrochen und später fortgesetzt wird. „Flink passt sich an den Alltag der Nutzer an“, sagt Rietz. „Ob Serienabend oder Kinder ins Bett bringen – der Einkauf geschieht nebenbei.“
Die Nutzungsdaten zeigen deutliche Unterschiede je nach Tageszeit: Morgens zwischen 7 und 9 Uhr ist der Prozess besonders schnell abgeschlossen – nach rund 25 Minuten. Spätabends hingegen, insbesondere nach 22 Uhr, zieht sich der Einkauf über durchschnittlich 247 Minuten hin, weil Kunden zwischendurch pausieren. Im Durchschnitt liegen zwischen App-Start und Bestellung etwa 60 Minuten.
Wetter als Einflussfaktor und Spitzenzeiten
Die aktivste Bestellzeit liegt zwischen 15 und 19 Uhr mit einem Höhepunkt um 16 Uhr. Besonders bei extremem Wetter wie Starkregen oder Hitze steigen die Bestellzahlen signifikant an – offenbar wird der Gang zum Supermarkt dann gerne vermieden. Ein eindrucksvolles Beispiel für die Dimension digitaler Einkäufe liefert die größte Einzelbestellung im Jahr 2025: Sie belief sich auf 1.240 Euro – ein Betrag, der mehrere klassische Einkaufswagen gefüllt hätte.
Lucas Rietz fasst zusammen: „Einkaufen ist heute kein abgeschlossener Termin mehr, sondern ein Prozess über den Tag verteilt. Die Menschen sind flexibel, vergleichen, unterbrechen – und am Ende ist der Kühlschrank voll, ganz ohne Gedränge oder schwere Tüten.“


