Die Gaming-Community übernimmt zunehmend eine aktive Rolle in der Gestaltung digitaler Spielwelten. Laut einer Studie des Branchenverbands game – Verband der deutschen Games-Branche hat bereits rund ein Drittel der Spielerinnen und Spieler in Deutschland eigene Inhalte für Games erstellt.
Community wird zum kreativen Treiber
Insgesamt haben 32 Prozent der Spielenden – rund 14 Millionen Menschen – schon einmal eigene Inhalte entwickelt. Besonders ausgeprägt ist dieser Trend bei jüngeren Zielgruppen: In der Altersgruppe der 16- bis 24-Jährigen hat bereits mehr als die Hälfte eigene Inhalte beigesteuert. Gleichzeitig nutzen 38 Prozent Inhalte, die von anderen Spielerinnen und Spielern erstellt wurden.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Von Mods zu globalen Erfolgsmodellen
Nutzergenerierte Inhalte reichen von einfachen Gegenständen bis hin zu komplexen Spielmechaniken oder ganzen Levels. Plattformen wie Fortnite, Minecraft, Roblox oder Die Sims setzen gezielt auf diese Kreativität. Auch bekannte Titel wie Counter-Strike oder League of Legends entstanden ursprünglich aus Community-Modifikationen.
Kreativität als wichtigste Motivation
Der Wunsch, kreativ zu sein, steht für viele im Mittelpunkt. 64 Prozent der Befragten nennen dies als Hauptmotivation für eigene Inhalte. Ebenso wichtig ist die Möglichkeit, die Spielwelt individuell mitzugestalten (61 Prozent) oder das Spielerlebnis zu verbessern (59 Prozent). Für mehr als die Hälfte dient die Content-Erstellung auch als Ausdruck der eigenen Persönlichkeit.
Lernen und Monetarisierung gewinnen an Bedeutung
Neben kreativen Aspekten spielen auch praktische Motive eine Rolle. 45 Prozent der Befragten nutzen die Erstellung von Inhalten, um Programmierkenntnisse zu vertiefen. Gleichzeitig gewinnt die Monetarisierung an Bedeutung: Mehr als ein Drittel möchte mit eigenen Kreationen Geld verdienen – ein Trend, den viele Plattformen mit integrierten Marktplätzen unterstützen.




