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GameStop verliert Umsatz – doch Gewinn steigert sich deutlich

GameStop Filiale in einer Mall in den USA
Foto: jetcityimage2 / depositphotos.com

Key takeaways

➟ GameStop verdient trotz sinkender Umsätze deutlich mehr. Vor allem Collectibles gewinnen stark an Gewicht, während niedrigere Kosten, hohe Finanzreserven und eine angehobene EBITDA-Prognose den Umbau des Geschäftsmodells unterstreichen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

GameStop hat seine vorläufigen Zahlen bestätigt und im zweiten Quartal 2026 trotz deutlich niedrigerer Umsätze einen kräftigen Ergebnisanstieg erzielt. Der Umsatz sank von 972,2 Millionen auf 790,2 Millionen US-Dollar, gleichzeitig erreichte der operative Gewinn mit 160,2 Millionen Dollar den höchsten Wert, den das Unternehmen jemals in einem zweiten Quartal ausgewiesen hat.

Auch der Nettogewinn legte deutlich zu. Er stieg von 168,6 Millionen auf 298,7 Millionen Dollar. Das bereinigte EBITDA erhöhte sich von 75,7 Millionen auf 174 Millionen Dollar. Für das Gesamtjahr hob GameStop deshalb seine Prognose an.

Collectibles gewinnen massiv an Bedeutung

Der größte strukturelle Wandel zeigt sich im Produktmix. Die Erlöse mit Collectibles stiegen im Jahresvergleich um 57 Prozent auf 356,3 Millionen Dollar.

Damit entfällt inzwischen ein Anteil von 45,1 Prozent des Gesamtumsatzes auf diese Kategorie. Im Vorjahresquartal waren es lediglich 23,4 Prozent. GameStop richtet sein Geschäft damit zunehmend weg vom klassischen Videospielverkauf hin zu margenstärkeren Sammel- und Fanartikeln aus.

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Umsatz sinkt wegen Sondereffekten und Filialabbau

Der Umsatzrückgang erklärt sich nach Unternehmensangaben unter anderem durch den starken Vergleich mit dem Vorjahr, als der Marktstart der Nintendo Switch 2 die Erlöse gestützt hatte.

Hinzu kommen geplante Filialschließungen sowie die Veräußerung des Frankreich-Geschäfts. Parallel senkte GameStop seine Verwaltungs- und Vertriebskosten: Die SG&A-Aufwendungen gingen von 218,8 Millionen auf 187,1 Millionen Dollar zurück.

Diese Kombination aus niedrigerem Umsatz, geringerem Kostenblock und verändertem Produktmix führte zu einem deutlich höheren operativen Ergebnis.

GameStop hält Milliardenreserven und eBay-Beteiligung

Zum Ende des Quartals verfügte GameStop über rund 5,4 Milliarden Dollar an liquiden Mitteln, Wertpapieren sowie digitalen Vermögenswerten und zugehörigen Forderungen.

Zusätzlich hielt das Unternehmen zum 1. August rund 43,4 Millionen eBay-Aktien mit einem Marktwert von ungefähr 4,9 Milliarden Dollar. Damit verfügt GameStop weiterhin über eine ungewöhnlich hohe finanzielle Reserve im Verhältnis zu seinem operativen Kerngeschäft.

Anfang September reduzierte der Konzern zudem seine langfristigen Schulden. Durch privat ausgehandelte Tauschtransaktionen wurden Wandelanleihen mit einem Nominalwert von rund 1,4 Milliarden Dollar aus dem Markt genommen. Die langfristige Verschuldung sank dadurch auf etwa 2,8 Milliarden Dollar.

Prognose für 2026 wird angehoben

Für das bis Ende Januar 2027 laufende Geschäftsjahr erwartet GameStop nun ein bereinigtes EBITDA von mehr als 650 Millionen Dollar. Zuvor hatte die Prognose bei mehr als 600 Millionen Dollar gelegen.

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres erreichte das bereinigte EBITDA bereits 339,7 Millionen Dollar. Das Management sieht sich damit auf Kurs, die höhere Jahresprognose zu erreichen.

GameStop berichtet seine Umsätze künftig zudem in drei Kategorien: Collectibles, Video Games sowie Pre-Owned and Refurbished. Die neue Gliederung soll stärker widerspiegeln, wie das Management das Geschäft intern steuert.

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