Nettoerlöse in Höhe von 972,2 Millionen US-Dollar (rund 910 Mio. Euro) markieren für GameStop im zweiten Quartal 2025 ein deutliches Plus gegenüber dem Vorjahreszeitraum, in dem nur 798,3 Millionen US-Dollar umgesetzt wurden. Gleichzeitig gelang dem US-Einzelhändler ein operativer Turnaround: Statt einem Verlust von 22 Millionen US-Dollar im Vorjahr, meldet das Unternehmen nun einen operativen Gewinn von 66,4 Millionen US-Dollar.
Deutlicher Anstieg beim Nettoergebnis
Noch auffälliger ist die Entwicklung beim Nettoergebnis: Dieses stieg auf 168,6 Millionen US-Dollar (ca. 158 Mio. Euro), nach 14,8 Millionen US-Dollar im Vorjahr. Auch auf bereinigter Basis zeigt sich ein deutlicher Zuwachs. Das angepasste Nettoergebnis lag bei 138,3 Millionen US-Dollar, nach 5,2 Millionen im Vorjahr. Die Betriebskosten sanken auf 218,8 Millionen US-Dollar – fast 20 % weniger als im Vorjahresquartal.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Starke Liquiditätsbasis durch Bitcoin und Barreserven
GameStop konnte seine Barreserven erheblich ausbauen. Zum Quartalsende belief sich der Bestand an liquiden Mitteln sowie marktfähigen Wertpapieren auf 8,7 Milliarden US-Dollar (rund 8,1 Mrd. Euro), ein Anstieg von mehr als 100 % gegenüber dem Vorjahreswert. Darin enthalten ist auch ein Bitcoin-Bestand mit einem Marktwert von 528,6 Millionen US-Dollar (rund 497 Mio. Euro).
Warrants als alternative Kapitalmaßnahme
Parallel zur Veröffentlichung der Quartalszahlen kündigte GameStop eine Sonderdividende in Form von Warrants an. Aktionäre, die am 3. Oktober 2025 registriert sind, erhalten für je zehn gehaltene Aktien einen Warrant – gerundet auf die nächste ganze Zahl. Diese Bezugsrechte können ab dem 7. Oktober 2025 ausgeübt werden und erlauben den Kauf einer Aktie zu einem Preis von 32 US-Dollar (ca. 30 Euro). Die Warrants laufen am 30. Oktober 2026 ab und sollen unter dem Ticker „GME WS“ an der NYSE handelbar sein.
Kapitalerhöhung ohne Verwässerung
Insgesamt könnten durch die Ausübung der rund 59 Millionen Warrants bis zu 1,9 Milliarden US-Dollar (ca. 1,79 Mrd. Euro) an frischem Kapital generiert werden. GameStop betont, dass es sich hierbei um eine nicht-verwässernde Maßnahme handelt, da die Ausgabe auf freiwilliger Basis erfolgt. Die Erlöse sollen für allgemeine Unternehmenszwecke, strategische Investitionen und mögliche Übernahmen verwendet werden.



