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BCG: Gaming-Branche vor Wachstumsschub – KI, UGC und Cloud treiben Markt

Videogame auf einem Smartphone
Foto: RDNE Stock project / Pexels

Key takeaways

Laut BCG erholt sich die Gaming-Branche vom pandemiebedingten Abschwung. Cloud-Dienste, KI und nutzergenerierte Inhalte treiben das Wachstum bis 2030. Gamer investieren mehr Zeit, Entwickler setzen vermehrt auf KI, und neue Vertriebswege über alternative App-Stores öffnen neue Märkte für Studios und Publisher.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Gaming-Branche scheint ihre pandemiebedingte Wachstumspause hinter sich zu lassen. Laut einem neuen Bericht der Boston Consulting Group (BCG) wird der globale Umsatz mit Videospielen bis 2030 um jährlich 6 % steigen und ein Volumen von rund 350 Milliarden US-Dollar (ca. 326 Mrd. €) erreichen. Damit deutet sich ein stabiler Aufwärtstrend an – angetrieben von neuen Technologien, veränderten Konsumgewohnheiten und regulatorischen Veränderungen.

Eine Umfrage unter rund 3.000 Gamern zeigt: 55 % von ihnen haben in den vergangenen sechs Monaten mehr Zeit mit Videospielen verbracht. Besonders auffällig ist dabei, dass auch ältere Zielgruppen weiterhin aktiv sind – über 40 % der Babyboomer und mehr als 50 % der Generation X spielen mindestens fünf Stunden pro Woche. Fast die Hälfte der Befragten wartet mit dem Kauf neuer Titel auf Rabatte, knapp ein Drittel verzichtet ganz, wenn die Preise steigen. Gleichzeitig fördern viele Eltern bereits früh das Gaming ihrer Kinder: 44 % gaben an, dass der Nachwuchs spätestens mit fünf Jahren begonnen habe.

Künstliche Intelligenz verändert Spielentwicklung

Ein zentrales Element des Wachstums ist der zunehmende Einsatz von generativer KI. Laut BCG wurden allein im dritten Quartal 2025 etwa 7.300 Spiele mit offen deklarierter KI-Nutzung veröffentlicht – das entspricht rund 20 % aller Titel in diesem Zeitraum. Insgesamt arbeiten mittlerweile etwa 50 % der Studios mit KI. Die Technologie kommt in der Codeoptimierung, im automatisierten Testing sowie bei der Anpassung von Gameplay in Echtzeit zum Einsatz. Dennoch bleiben Vorbehalte bestehen: Rund die Hälfte der Entwickler rechnet mit Widerstand aus der Community.

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Nutzerinhalte und Cloud-Dienste gewinnen an Bedeutung

Ein weiterer Wachstumstreiber ist der Bereich nutzergenerierter Inhalte (User-Generated Content, UGC). Mehr als 40 % der befragten Spieler konsumieren heute mehr UGC als im Vorjahr. Zwar erstellen nur 10–15 % der Nutzer eigenen Content, doch die Bedeutung von Streamern und Creatorn wächst: 55 % der Spieler würden ein neues Spiel ausprobieren, wenn ein bevorzugter Streamer wechselt.

Auch Cloud Gaming erlebt eine Renaissance. Zwar nutzen bislang nur 27 % der Gamer die Technik regelmäßig, doch 60 % haben sie bereits getestet – 80 % davon mit positiven Erfahrungen. Laut BCG soll der Umsatz mit Cloud Gaming von derzeit rund 1,4 Mrd. US-Dollar (1,3 Mrd. €) auf 18,3 Mrd. US-Dollar (ca. 17 Mrd. €) im Jahr 2030 steigen. Die Zahl aktiver Nutzer soll dabei die Marke von 50 Millionen überschreiten.

App-Ökosystem wird durchlässiger

Auch regulatorische Maßnahmen sorgen für Bewegung: App-Stores werden geöffnet, alternative Vertriebswege gewinnen an Bedeutung. Bereits ein Drittel der Erwachsenen und 40 % der Jugendlichen haben laut BCG über Entwickler-Webstores eingekauft. Insgesamt dürften sich die mobilen In-App-Umsätze im Jahr 2025 auf rund 130 Mrd. US-Dollar (ca. 121 Mrd. €) belaufen – nahezu die Hälfte der gesamten Branchenerlöse.

Die Autoren der Studie zeigen sich optimistisch: Die Kombination aus Cloud, KI, UGC und neuen App-Vertriebskanälen schafft die Grundlage für eine neue Wachstumsphase. Studios, die diese Entwicklungen aufgreifen, könnten laut BCG die Zukunft der Gaming-Industrie maßgeblich mitgestalten.

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