Agentic AI wird laut Gartner bis 2028 in 60 Prozent der Markenunternehmen Einzug halten, um individuelle Kundeninteraktionen effizient und automatisiert zu gestalten. Der Wandel markiert das Ende kanalbasierter Marketingstrategien zugunsten hyperpersonalisierter Kundenansprache, bei der KI-Agenten als digitale Assistenten agieren – über Marketing, Vertrieb und Support hinweg.
Neue Anforderungen an Daten und Organisation
Damit Unternehmen dieses Potenzial ausschöpfen können, müssen sie laut Gartner ihre Datenstrategie überdenken. Die wöchentliche Analyse von Customer-Journeys, die Integration agentischer Systeme in bestehende MarTech-Strukturen und die Einführung klarer Governance-Regeln sind essenziell. Nur so lässt sich eine sichere und ethisch vertretbare Personalisierung im großen Stil umsetzen.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Vertrauen wird zur zentralen Messgröße
Neben der Automatisierung individueller Kundenkontakte verändert sich auch der Umgang mit Influencer-Marketing grundlegend. Bereits 2027 sollen laut Gartner 50 Prozent der entsprechenden Budgets für Maßnahmen rund um Authentizität und Transparenz verwendet werden. Dazu gehören unter anderem Identitätsprüfungen, Nachweise zur Herkunft von Inhalten sowie technische Schutzmaßnahmen gegen Deepfakes.
Grund dafür ist der zunehmende Einfluss von KI-generierten Inhalten auf Suchergebnisse und das wachsende Bedürfnis der Konsumenten nach klarer Kennzeichnung. In einer Umfrage aus dem Herbst 2025 hielten 78 Prozent der US-Verbraucher eine eindeutige Kennzeichnung von KI-Inhalten für entscheidend, um Vertrauen zu wahren.
Emily Weiss, Senior Principal Researcher bei Gartner, bringt es auf den Punkt: „Das Vertrauen ersetzt die klassischen Engagement-Metriken.“ Marken, die jetzt investieren und ihre Strukturen anpassen, sichern sich laut Weiss entscheidende Vorteile im zukünftigen Wettbewerb.


